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Smarte Thermostate im Test: Heizkostenersparnis nicht garantiert

Vernetzte Thermostate versprechen neuen Heizkomfort und zugleich Energie- und Kosteneinsparung. c't hat untersucht, ob Nachrüstthermostate das einhalten.

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Smarte Thermostate im Test: Heizkostersparnis nicht garantiert

Intelligente Heizsysteme stehen bei vielen Anwendern auch in diesem Winter ganz oben auf der Wunschliste. Kein Wunder, versprechen sie doch automatisierten Heizkomfort kombiniert mit Kostenersparnis. Wird etwa bei Abwesenheit durchgeheizt oder öffnen die Bewohner nach dem Duschen zwar geflissentlich das Fenster im Bad, vergessen aber ebenso regelmäßig, die Heizung zu drosseln, lässt sich mit nachrüstbaren Thermostaten eine Menge Geld sparen.

c't hat Thermostate von AVM, Devolo, Netatmo, Tado und eQ-3 getestet. Außen vor blieben Thermostate aus dem Baumarkt, die sich nur direkt am Gerät programmieren lassen. Alle Testgeräte lassen sich über eine App oder einen Browser mit Zeitplänen konfigurieren und per Fernzugriff über das Internet einrichten. Anwesenheitserkennung und Integration ins Smarthome sowie die Steuerung über Sprachassistenten zählten zum erweiterten Pflichtenheft. Solche smarten Heizkörperthermostate bekommt man bereits ab 35 Euro.

Die intelligenten Thermostate ersetzen die bisherigen Thermostate an den eigenen Heizkörpern. Ihre Montage erfordert kaum handwerkliches Geschick, als Werkzeug genügt eine Rohrzange. Das im Heizkörper eingebaute Ventil bleibt erhalten, sodass man die Heizung weder abschalten noch einen Wasserschaden befürchten muss.

Für die Steuerung der App benötigen fast alle Testkandidaten eine Art Zentrale, die über Funk Kontakt zu den einzelnen Heizungsthermostaten hält. Nur bei AVM dienen die hauseigenen Fritzboxen (mit DECT) als Zentrale für ihre DECT301-Thermostate. Vorteil: Die Steuerung und Programmierung erfolgt direkt über App und Browser im lokalen Netz – die Daten landen nicht auf den Servern des Thermostate-Herstellers.

Im Test ging es auch um die Frage, ob beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen sich tatsächlich Heizkosten sparen lassen. So konnten einige Geräte nicht zuverlässig feststellen, ob sich die Bewohner noch oder wieder im Haus befinden. Das ist jedoch wichtige Voraussetzung, um die Thermostate zeitgerecht steuern zu können und so die versprochene Kostenersparnis zu realisieren.

Bei Tado bekommen Neukunden seit Ende 2018 den vollen Funktionsumfang nur, wenn sie ein Abo abschließen. c't hat sich hier angeschaut, ob die Basisfunktionen des Tado-Systems ausreichend sind und wie sich diese Änderung des Geschäftsmodell auf die Versprechen des Unternehmens hinsichtlich Kostenersparnis auswirken.

Lesen Sie mehr über die smarten Thermostate in der aktuellen c't 3 /2019:

(nij)

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