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Smartphone-Hersteller Sendo verklagt Microsoft

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Microsoft bekommt's jetzt ganz dick vom ehemaligen Smartphone-Partner Sendo. Kurz nachdem der Handy-Hersteller die Einführung seines Smartphones mit Microsoft-Betriebssystem abgesagt hatte, wollte er sich noch nicht weiter über das Verhältnis zu Microsoft auslassen. Nun kommentiert Sendo mit juristischen Schritten die gegenseitigen Beziehungen. Sendo, an denen Microsoft noch Minderheitsanteile hält, beschuldigt den Software-Konzern des Versuchs, interne Informationen und Expertenwissen abzuziehen, und klagt deshalb in den USA gegen Microsoft wegen Diebstahls von geistigem Eigentum.

Der Schritt von Sendo, das praktisch fertiggestellte Z100, das mit Microsofts Smartphone 2002 arbeitete, doch nicht auf den Markt zu bringen und stattdessen ins Lager der Microsoft-Konkurrenten von Nokia und Symbian zu wechseln, löste Anfang November einige Überraschung aus. Nachdem Microsoft mit großem Aplomb sein in Kooperation mit HTC produziertes und mit der France-Telecom-Tochter Orange lanciertes Smartphone SPV vorgestellt hatte, bedeutete die Absage Sendos einen herben Rückschlag für die ehrgeizigen Handy-Pläne der Redmonder. Den Deal mit HTC und Orange hatte Microsoft selbst eingefädelt: Und der Fortschritt, den HTC bei der Smartphone-Entwicklung machte, schürte in der Branche bereits den Verdacht, dass hier Know-how von Sendo eine Rolle gespielt haben könnte. (jk)