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Smartphone-Nutzung in Deutschland: Nokia vor Apple

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In Deutschland ist Nokia als Smartphone-Marke noch am weitesten verbreitet.

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen ist Nokia immer noch die am weitesten verbreitete Smartphone-Marke in Deutschland. Demnach stammt jedes vierte Smartphone hierzulande von Nokia (25 Prozent), gefolgt von Apple (23 Prozent), Samsung (15 Prozent) und HTC (14 Prozent). Die Studie berücksichtigte dabei nur die Haupt-Smartphones der Nutzer und trifft keine Aussage über die aktuellen Verkaufszahlen der Hersteller.

Bei den Smartphone-Betriebssystemen liegt Android mit 30 Prozent knapp vor Symbian (29 Prozent) und iOS (23 Prozent). Windows Phone 7 konnte bisher kaum Boden gut machen: Microsofts neues Mobil-Betriebssystem liegt hinter Samsungs Bada OS (4 Prozent), Blackberry (5 Prozent) und sogar hinter Windows Mobile (5 Prozent), dem Vorgänger von Windows Phone 7.

Deutschland unterscheidet sich vor allem in puncto Symbian und Blackberry vom US-Markt: Dort, so die jüngste Erhebung von Nielsen, führt Android das Feld mit knapp 43 Prozent an, gefolgt von Apple (28 Prozent) und Blackberry (18 Prozent). Symbian erreicht dort knapp 2 Prozent Marktanteil.

90 Prozent aller deutschen Internetnutzer über 16 Jahre besitzen laut der Nielsen-Befragung ein oder mehrere Mobiltelefone, 30 Prozent davon sind Smartphones. Der Großteil der Smartphone-Nutzer ist männlich (61 Prozent) und besitzt einen Handyvertrag (72 Prozent). Bei der Studie handelt es sich um ein Onlinepanel mit 1651 Internetnutzern über 16 Jahre.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befasste sich in einer aktuellen Studie mit der Markentreue von Smartphone-Nutzern. 10 Prozent der befragten deutschen Smartphone-Nutzer empfinden einen Wechsel zu einem anderen Betriebssystem als sehr schwierig. Dabei scheinen vor allem Markentreue und der technische Aufwand beim Wechsel eine Rolle zu spielen: 35 Prozent der Befragten gaben an, dass sie andere Smartphones einfach nicht mögen, deutlich mehr als der internationale Schnitt (18 Prozent). Ein Drittel der Nutzer scheuen sich davor, ihre Medien und andere Daten aufs neue Betriebssystem übertragen zu müssen, etwa ein Viertel nannte den Verlust individuell vorgenommene Einstellungen als Grund, nicht zu wechseln.

Auch bei der Smartphone-Nutzung unterscheiden sich die Deutschen vom internationalen Durchschnitt: Laut GfK schauen sie weniger Videos auf ihrem Smartphone, lesen seltener Bücher oder Zeitschriften damit und nutzen sie weniger zum Spielen. Dafür verwenden sie ihre Smartphones häufiger zur Alltagsorganisation. Befragt hat die Gfk 4.257 Smartphone-Besitzer in neun Ländern (acb)