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Smartphone-Reparatur: Besuch in der Handyklinik

Das gute Stück ist runtergefallen oder hat einen Defekt? Bei teuren Smartphones lohnt sich oft eine Reparatur. Die gibt's auch direkt beim Hersteller.

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Smartphone-Reparatur: Besuch in der Handyklinik

(Bild: heise online)

Als erstes kommt das Handy in den Ofen oder auf den Grill. Denn um so ein modernes Smartphone reparieren zu können, muss man es erstmal öffnen. Doch sind die Dinger heutzutage immer kompakter und dünner, die Bauteile miteinander verklebt. Das macht es im Reparaturfall nicht gerade einfach – es sei denn, man hat die richtige Ausrüstung. In so einem “Ofen” wird das Smartphone erwärmt, damit der Kleber wieder flüssig wird und sich die Gehäuseabdeckung dann manuell einfacher lösen lässt.

Horst Niele hat so schon zigtausende Handys geöffnet. Über seinen Tisch gehen die Smartphones, die bei der Letmerepair GmbH in Kleinmachnow in einem Gewerbegebiet an der Stadtgrenze von Berlin eingehen. Das Unternehmen hat sich auf die Reparatur von elektronischen Geräten spezialisiert und betreibt einige Großwerkstätten in Deutschland sowie Service-Center für Hersteller wie Samsung oder Huawei. Am Standort Kleinmachnow arbeiten rund 100 Mitarbeiter, davon 40 nur für Samsung-Geräte.

Samsung bietet seinen Kunden seit dem Frühjahr für die gängigen Smartphone-Krankheiten einen eigenen Reparaturservice zum Festpreis an. Auch andere Hersteller machen das, bei Apple zum Beispiel gibt es Festpreise für Akku- oder Displaytausch. Damit wollen die Hersteller auch dafür sorgen, dass Besitzer eines Flaggschiff-Smartphones eine fachgerechte Reparatur mit Originalteilen erhalten, die der Handyladen an der Ecke nicht immer bieten kann. „Wir wollen damit nichts verdienen”, betont Samsungs Service-Direktor Andreas Beck. Auch kann so die Lebensdauer eines teuren Smartphones verlängert werden. Reparatur vor Austausch, heißt die Prämisse bei Samsung.

Smartphone-Reparatur bei Samsung und Letmerepair (30 Bilder)

In den Customer Service Plazas können Kunden mit einem defekten Gerät einfach vorbeikommen.
(Bild: heise online)

Ersatzteile hält Samsung noch etwa 18 Monate nach Produktionsende eines Gerätes vorrätig – das gilt über die ganze Produktpalette vom Smartphone bis zum Flachbildfernseher. Dann können sich Handels- und Servicepartner noch mit einem Vorrat eindecken, der für ein paar Jahre ausreichen sollte, erklärt Beck. Noch heute gibt es etwa Ersatzteile für das Galaxy S3. In besonderen Fällen, etwa bei Produktionsfehlern, hält Samsung die Ersatzteile auch länger vor.

Besitzer eines Samsung-Smartphones können mit ihrer "Spider-App" oder anderen Defekten auch in die Service-Center gehen, die es in zehn deutschen Städten gibt. Samsung arbeitet dabei mit verschiedenen Service-Anbietern zusammen, unter anderem auch Letmerepair. In diesen "Customer Service Plazas" kann der Kunde oft darauf warten, dass sein Handy repariert wird. So ein Displaytausch, eine der häufigsten Reparaturen, ist schnell gemacht. Bei komplizierten Fällen kann es aber auch etwas länger dauern.

Ins Samsung-Service-Center in Berlin-Tempelhof kommen rund 100 Kunden jeden Tag. Nicht alle brauchen sofort eine Reparatur, gut der Hälfte kann ohne tieferen Eingriff ins Gerät geholfen werden. Hier werkeln rund 27 Mitarbeiter der Neumann + Krause GmbH, die auch Großgeräte für Samsung reparieren. Weiße Ware und größere Fernseher werden dabei in der Regel vor Ort beim Kunden repariert, das Servicemobil hat alle gängigen Ersatzteile und Panels an Bord.

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