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Smartphone leitet Autofahrer

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Die Anzeige von Alternativrouten in Navigationssystemen von TomTom bis Google Maps ist an sich nichts Neues. Allerdings ist das verwendete Datenmaterial nicht immer in Echtzeit verfügbar, was dazu führen kann, dass sich ein Stau schon wieder aufgelöst hat, während man ihn umfährt. Das Studentenprojekt Greenway, das beim Microsoft-Technikwettbewerb "Imagine Cup" kürzlich einen Umweltpreis gewann, geht deshalb einen Schritt weiter, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Die Software versucht, vorherzusehen, wohin sich zahlreiche Fahrer bewegen und will so das Entstehen von Staus gänzlich minimieren. Aktuell wird das Verfahren in München mit mehreren Dutzend Fahrzeugen mit Windows-Phone-Smartphones getestet, die App soll demnächst aber auch für iPhone und Android-Handys entwickelt werden.

Greenway bietet seinen Nutzern dabei stets zwei Routen zum Ziel an: den kürzesten Standardweg und eine verkehrsoptimierte Version, die Greenways Server berechnen. Außerdem wird angezeigt, wie lange die Route dauern und wie viel Treibstoff ungefähr verbraucht werden wird. Wählt man den Greenway-Weg, meldet die App alle 30 Sekunden ihre GPS-Daten, um festzustellen, ob die aktuelle Route noch die beste ist. Dabei wirkt die aktuelle Geschwindigkeit ebenso einkalkuliert wie die Position anderer Greenway-Nutzer.

Die Algorithmen des Teams machen sich dabei zunutze, dass jede Straße eine bestimmte Kapazität hat – errechnet aus Länge, Anzahl der Spuren und aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dabei wird stets genügend Platz für teilnehmende Fahrer "reserviert" – die Autos werden also stets so dirigiert, dass eine Straße niemals zu 100 Prozent ausgelastet ist. Wird doch ein Stau registriert, den Greenway über die absinkende Geschwindigkeit feststellen kann, erfolgt ein Rerouting der Fahrer. Dem Team zufolge kann die Software der Gruppe aktuell bis zu 50.000 Autos simulieren. Dabei zeigte sich, dass die Greenway-Route die Fahrer im Schnitt doppelt so schnell an ihr Ziel bringt und dabei bis zu 20 Prozent weniger Sprit verbraucht.

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(bsc)