Smartphone vs. Wearable: „Smartphones werden sich nicht halten“

Handys sind zu einer Art Super-Wearable geworden. Trotzdem seien sie ein Auslaufmodell, sagt Thad Starner vom Georgia Institute of Technology.

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„Smartphones werden sich nicht halten“

(Bild: Audra Melton)

Von
  • Veronika Szentpétery

Sie sammeln und verarbeiten Daten, sind Schaltstelle für externe Komponenten, haben ständigen Internetkontakt und werden stets am Körper getragen: Smartphones haben inzwischen viele Eigenschaften, die sich Experten wie Thad Starner von echten Wearables wünschen. Hat der Pionier für Wearable Computing vom Georgia Institute of Technology etwa seine Meinung geändert? Immerhin hatte er schon vor zwei Jahren verkündet, dass sich Smartphones bald überholen werden. „Nein, ich bleibe dabei: Das Smartphone benötigt zu viel Aufmerksamkeit und wird sich deshalb nicht auf Dauer halten“, sagte Starner jetzt im Interview mit Technology Review.

Denn sobald man eine Nachricht bekomme, müsse man das Gerät aus der Tasche holen, es entsperren, die Nachricht aufrufen – und stellt dann vielleicht womöglich fest, dass sie diese unwichtig war. „Das sind wertvolle Sekunden, in denen Sie etwas verpassen, in denen Sie unaufmerksam sind“, kritisiert Starner. Zeit und Aufmerksamkeit seien unsere wertvollsten Ressourcen. Die Menschen werden es irgendwann zu schätzen wissen, wenn ihnen Nachrichten beiläufig auf einem Kopfdisplay präsentiert werden, ohne dass sie ihr aktuelles Tun, ihr Gespräch unterbrechen müssen.

Starner findet es keineswegs befremdlich, dass jemand unbemerkt seine Nachrichten liest, während er sich gleichzeitig unterhält. „Es geht nicht darum, dass er nebenbei Mails beantwortet. Aber dass er sieht, ob etwas so wichtig ist, dass er Ihr Gespräch vielleicht zu Recht unterbricht“, sagt er. Künftig würden intelligente Technologien lernen, zwischen wichtigen und unwichtigen Nachrichten zu unterscheiden. Hat man dann etwa einen Termin, werden unwichtige Nachrichten und Anrufe umgeleitet.

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