Smartphones und Tablets treiben Elektronik-Umsatz zu Weihnachten

Insgesamt rechnet die Elektronikbranche im Schlussquartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse gebe es bei den Tablet-PC (plus 145%) und den Smartphones (plus 30%).

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 142 Beiträge
Von
  • Christian Ebner, dpa

Mobile Endgeräte für das Internet treiben die Weihnachtsumsätze der Elektronikbranche auch zu diesem Weihnachtsfest. Insgesamt rechnet die Branche im Schlussquartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, sagte der Chef des Branchenverbandes gfu, Hans-Joachim Kamp. Die Produkte der Branche stünden auf den Wunschzetteln bei einem weiterhin positiven Konsumklima weiterhin ganz oben. Besonders starke Zuwächse gebe es bei den Tablet-PC mit einer Jahressteigerung um 145 Prozent und den Smartphones, von denen mit 19 Millionen Stück rund 30 Prozent mehr verkauft würden als 2011.

Zu den weniger gefragten Artikeln der Branche gehören demnach Notebooks und reine Telefon-Handys. Auch die Zahl der verkauften Kameras mit festen Objektiven soll um etwa 8 Prozent auf 6,6 Millionen Stück zurückgehen. "Hier ist aber ganz klar ein Trend zu den wesentlich teureren Geräten mit Wechselobjektiven zu erkennen", sagte Kamp. Sie seien im Schnitt etwa viermal so teuer wie die kleineren Festgeräte. In der Folge steige der Gesamtumsatz mit Kameras.

Sehr positiv sei auch der Absatz von neuen TV-Geräten, von denen mehr als die Hälfte internetfähig sei und zudem eine Bild-Diagonale von mehr als 37 Zoll aufweise. Erstmals in der deutschen Geschichte würden in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Stück verkauft. Ein gutes Drittel der Geräte ist 3D-fähigzeigen, nahezu alle bieten HD.

Insgesamt sieht sich die Branche auch für härtere Zeiten gerüstet. Im Jahr 2013 werde ohne herausragende Sportereignisse ein Wachstum zwischen ein und zwei Prozent erwartet, sagte Kamp. Für dieses Jahr lautet die Erwartung 29,4 Milliarden Euro, ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2011. Selbst bei einer wirtschaftlichen Krise müsse das Geschäft nicht zwangsläufig zurückgehen, sagte Kamp. "Die Leute vertrauen dem Finanzsystem nicht mehr. Die wollen sich lieber was Schönes für zuhause anschaffen, statt zu sparen." (jk)