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Snapchat bleibt offen für Nutzer unter 16 Jahren

Trotz der kommenden EU-Datenschutzverordnung bleibt Snapchat auch künftig offen für Jugendliche unter 16 Jahren – sie gehören zu den aktivsten Nutzern. WhatsApp hingegen hatte das Mindestalter in Europa erhöht.

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Snapchat

(Bild: dpa, Patrick Seeger)

Junge Snapchat-Nutzer dürfen sich freuen: Die Messaging-App soll auch weiterhin für Jugendliche im Alter unter 16 Jahren ohne Zustimmung der Eltern nutzbar bleiben. Snapchat will dafür einige personenbezogene Daten nicht mehr erheben, darunter etwa Ortungsinformationen. Dieser Schritt ist nur logisch: Snapchat ist vor allem bei Teenagern beliebt, sie machen die aktivste Nutzergruppe aus. Als Konkurrent WhatsApp verkündete, in Europa das offizielle Mindestalter für die Nutzung auf 16 Jahre zu erhöhen, fiel der Kurs der Snapchat-Aktie um fast sieben Prozent.

Die kommende Die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass Unternehmen nur dann personenbezogene Daten von Nutzern verarbeiten dürfen, wenn sie über 16 Jahre alt sind. Im Alter von 13 bis 16 Jahre ist dazu die Zustimmung der Eltern erforderlich. Die Grundverordnung verlangt aber nicht, einen eindeutigen Altersnachweis einzuholen. Stattdessen wird den Verantwortlichen in Artikel 8 aufgetragen, "unter Berücksichtigung der verfügbaren Technik angemessene Anstrengungen" zu unternehmen, um die Zustimmung durch die Eltern nachzuprüfen.

WhatsApp will seine Nutzer einfach fragen, ob sie über 16 Jahre alt sind. Der Mutterkonzern Facebook hingegen geht strenger vor und implementiert einen Mechanismus zum Einholen der elterlichen Zustimmung. Die jungen Nutzer sollen dafür entweder ihre Eltern bei Facebook finden oder dem Online-Netzwerk eine E-Mail-Adresse nennen, unter der diese erreichbar sind.

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(dbe)

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