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Snowden-Doku "Citizen Four" zweifach ausgezeichnet

Große Anerkennung für Laura Poitras' Film über NSA-Whistleblower Edward Snowden: Sowohl von der Jury des britischen Filmpreises BAFTA als auch von der Directors Guild of America wurde "Citizenfour" als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

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Filmszene: Edward Snowden spricht mit Glenn Greenwald.

(Bild: Praxis Films)

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Laura Poitras' Film "Citizenfour“ über NSA-Whistleblower Edward Snowden ist am Wochenende gleich zweifach geehrt worden: Sowohl bei dem britischen Filmpreis BAFTA als auch dem Preis des US-Regieverbands Directors Guild of America wurde das Werk als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Filmemacherin Poitras war eine der ersten Personen, an die sich Edward Snowden im Frühjahr 2013 gewandt hatte, um die NSA-Massenüberwachung öffentlich zu machen. Seitdem gehört sie – neben dem Aktivisten Glenn Greenwald – offenbar zu den engsten Vertrauten von Edward Snowden. Sie filmte nicht nur das Interview, das Snowdens Identität enthüllte, sondern sammelte danach weiteres Material für ihren Kinofilm.

Dabei kommt in dem vom NDR und BR koproduzierten Film nicht nur Snowden zu Wort, sondern auch weitere Überwachungskritiker wie etwa der NSA-Whistleblower William Binney. Die Gegenseite repräsentieren der damalige NSA-Direktor Keith Alexander und US-Geheimdienstkoordinator James Clapper.

Poitras sieht ihren Film als dritten Teil einer Trilogie, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Folgen des Antiterrorkriegs nach dem 11. September befasst. Der vorausgehende Film "My Country, my Country" war für den Oscar nominiert, "The Oath" wiederum gewann beim renommierten Sundance-Festival. Eine weitere Auszeichnung könnte für "Citizenfour" folgen: Der Film ist ebenfalls für den Oscar nominiert. In Deutschland lief der Film seit vergangenen November in den Kinos, der NDR kündigte eine Fernseh-Ausstrahlung in der ARD im Juni an. (axk)