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Snowden: Massenhafte Datensammlung sinnlos gegen Terrror

Nach den Anschlägen von Paris werden die Rufe nach mehr Überwachung immer lauter. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hält nun dagegen: Damit würden keine Anschläge verhindert. Er fordert ganz andere Konsequenzen.

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Edward Snowden

(Bild: dpa, Glenn Grennwald / Laura Poitras)

Die massenhafte Erfassung von Daten ist nach Ansicht des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden im Kampf gegen den Terrorismus sinnlos. Bisher sei noch kein Anschlag dadurch verhindert worden, sagte Snowden in einem Interview mit der niederländischen Zeitung De Volkskrant. Der im russischen Asyl lebende Informant verwies dabei auf zwei Studien der US-Regierung, in denen es um die Effektivität von Datenerfassungen ging.

Frankreich habe seit vergangenem Jahr das umfassendste Abhörgesetz in Europa, sagte Snowden. "Dennoch hat dies die Anschläge nun nicht verhindern können." Regierungen investierten zu viel Geld und Energie in die Erfassung und Analyse von Daten, statt gezielt Verdächtige zu observieren. Die Analytiker der Geheimdienste werden nach den Worten von Snowden überladen. "Das ist wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen." (mho)

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