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Social-Media-Messenger: Twitter-Gründer Stone versucht es mit "Super" noch einmal

Nachdem die Frage-und-Antwort-App "Jelly" nicht besonders gut lief, will Biz Stone nun einen neuartigen Messenger etablieren. Der hat durchaus künstlerischen Anspruch, wie er im Interview sagte.

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(Bild: Joi Ito / Flickr / cc-by-2.0)

Biz Stone kennt man vor allem durch seine Tätigkeit als Mitbegründer von Twitter – doch seit 2012 versucht sich der Silicon-Valley-Unternehmer auch an neuen Ideen, gründet neue Firmen mit neuen Ansätzen. Sein jüngstes Start-up heißt "Super" und stellt wieder eine Form der elektronischen Informationsübermittlung da, wie er im Interview mit der Online-Ausgabe von Technology Review erläuterte.

Zuvor war mit Jelly seine Frage-und-Antwort-App gescheitert, weil diese sich nicht schnell genug "zu einem globalen Phänomen entwickelt" habe. "Die App hat den Leuten nicht genug Spaß gemacht. Sie verwendeten sie für Hausaufgaben oder Matheprobleme – manche haben sogar Formeln abfotografiert." Er habe schnell begriffen, dass daraus nichts sehr Großes werden könne.

Super soll nun anders sein und ermöglicht es seinen Nutzern, kurze Sätze und Statements mit anderen Usern zu teilen. Dabei hat Stone durchaus künstlerische Ansprüche: "Das Ding sollte einfach verrückt und spaßig aussehen. Die Leute sollten die Möglichkeit bekommen, ein Kunstwerk zu schaffen – und zwar so leicht, wie man eine SMS schreibt. Das Ergebnis sollte dann so aussehen wie ein Werk von Barbara Kruger, Shepard Fairey oder Jean-Michel Basquiat."

Stone ist auch Investor bei der Augmented-Reality-Firma Magic Leap. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Super in einer AR-Oberfläche daherkommt. " Ich denke, in einem ersten Schritt wäre Super dann wie in einem Museum. Man schaut sich die Wände in der Nähe an und liest dann all diese Postings. Das wäre ziemlich lustig." Die Welt der virtuelle Realität hält Stone dagegen nicht für Social-Media- oder Messaging-tauglich. Denn da ginge es ja stets darum, tief in neue Welten einzutauchen.

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(bsc)