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Social-News-Website Digg.com wechselt von Google zu Microsoft

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Microsoft wird künftig die (laut Comscore) rund 10 Millionen monatlichen Besucher der Social-News-Website Digg.com mit Werbeeinblendungen versorgen. Darüber haben die beiden Partner nun laut Mitteilung aus Redmond eine über drei Jahre laufende Vereinbarung geschlossen. Microsoft wird mit Diggs Werbevermarktungsfirma Federated Media Publishing zusammenarbeiten und Werbebanner sowie kontextsensitive Reklame liefern. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Bei anderen Geschäften dieser Art war es üblich, dass sich die Beteiligten die durch Werbung generierten Umsätze teilen.

Damit es News-Beiträge auf die Digg.com-Homepage schaffen, müssen genügend Nutzer diese häufig genug "diggen". Im Falle der Microsoft-Pressemitteilung ist dieses bereits über 500-mal geschehen, weshalb sie auf der Digg-Einstiegsseite zu sehen ist. Bislang wurde das Nachrichten-Netzwerk von Google mit Werbung beliefert. Ein Teil der Kommentare zur Microsoft-Mitteilung widmet sich dem Thema, ob sich Digg.com nun auf den "Antichristen" eingelassen habe oder ob nicht Google mittlerweile selbst zu den "Bösen" zu rechnen sei.

Digg-Mitbegründer Kevin Rose schreibt in seinem Blog, das Geschäft mit Microsoft ähnele dem, das die Redmonder voriges Jahr mit Facebook abgeschlossen haben. Es sei darum gegangen, einen Partner mit einer größeren Organisation und besser skalierbarer Technik zu finden, der mit Diggs Wachstum schritthalten könne. Dadurch könnten sich die Digg-Entwickler voll auf neue Funktionen konzentrieren. Rose verspricht, das Digg-Design werde weiterhin überschaubar bleiben, es werde auch keine störenden Werbeeinblendungen geben ("no dancing monkey ads"). (anw)

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