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Social Reading: Sobooks will gegen Amazon antreten

Auf der Buchmesse hat Sobooks seine "Social-Reading"-Plattform für das breite Publikum geöffnet. Die FAZ will dort künftig einen eigenen Buchclub anbieten.

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Seit einem Jahr harrt die E-Book-Plattform Sobooks in der Closed Beta, am Freitag haben die Entwickler rund um Christoph Kappes und Sascha Lobo die Webseite für alle geöffnet. Zum Start kündigte die FAZ an, das Portal auf ihrem Webauftritt einzubinden und dort einen "digitalen Lesesaal" anzubieten.

Sobooks will E-Books mit dem Internet verknüpfen - als Plattform für "Social Reading".

Sobooks versteht sich als neue Form des Lesens und will damit gegen Amazon und andere E-Book-Portale antreten. Die Plattform ist ein Browser-basierter E-Book-Reader mit Community-Funktionen. Wie bei Amazon und anderen E-Book-Shops kann man dort digitale Bücher kaufen und lesen – es sind auch kostenlose Werke dabei. Im Reader liest man aber nicht für sich allein: Man kann sich die Kommentare anderer Nutzer anschauen und mit ihnen über Textstellen diskutieren. Auch die Weitergabe von interessanten Passagen per Twitter, Facebook und Google+ ist möglich.

Die FAZ will in ihrem "Lesesaal" jede Woche ein Buch vorstellen und auf Sobooks mit den Nutzern besprechen. Einige Textpassagen der vorgestellten Bücher kann man kostenfrei lesen, als Leseprobe. Das Buchangebot von Sobooks ist auch nach der langen Beta-Phase sehr überschaubar und umfasst ein paar Dutzend Romane und Sachbücher – auch wenn die Gründer einige bekanntere Verlage wie Hanser, Heyne oder Bastei (Jerry Cotton) mit ins Boot holen konnten. Laut den Gründern hat man aber bereits die Vertriebsrechte für eine sechsstellige Anzahl von E-Books. Sascha Lobo, selbst Autor einiger Bücher, veröffentlicht sein nächstes Werk exklusiv auf der Plattform. Das zusammen mit dem ehemaligen Piraten-Vorstand Christopher Lauer geschriebene "Aufstand und Niedergang der Piratenpartei" soll am 27. Oktober erscheinen, eine Leseprobe ist auf Sobooks bereits verfügbar.

Der Browser-Reader von Sobooks ist für Tablets optimiert; die vor einem Jahr angekündigten Mobil-Apps für Android und iOS sind noch nicht fertig, sollen aber demnächst in den App Stores verfügbar sein. Ursprünglich sollte Sobooks zur Leipziger Buchmesse im März an den Start gehen. (acb)

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