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Social Reading: Social-Media-Experiment Sobooks eingestellt

Eigentlich sollte Sobooks gegen Amazon antreten und E-Book-Leser vernetzen. Das hat aber nie geklappt und nun ziehen die Macher um Sascha Lobo die Reißleine.

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Social Reading: Social-Media-Experiment Sobooks eingestellt

(Bild: Dariusz Sankowski)

Die von Christoph Kappes und Sascha Lobo begründete E-Book-Plattform Sobooks hat nach mehr als vier Jahren ihren Betrieb eingestellt. Das teilten die Macher nun mit und erklären, dass sich das Projekt "trotz solider Umsätze nicht als dauerhaft tragfähig erwiesen" habe. Verantwortlich seien vor allem "unternehmerische Fehlentscheidungen", ohne dass dies weiter erläutert wird. Zum Wirksamwerden der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wäre außerdem eine erhebliche Investition nötig gewesen, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Stattdessen sei die Plattform vom Netz genommen worden. Erworbene Käufe können noch heruntergeladen werden.

Die Internet-Entrepreneure Lobo und Kappes hatten Sobooks 2013 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Das Portal sollte das E-Book mit sozialen Funktionen anreichern und Leser besser vernetzen. Technisch handelte es sich um einen Browser-basierten E-Book-Reader mit Community-Funktionen. Leser konnten sich die Kommentare anderer Nutzer ansehen und mit ihnen über Textstellen diskutieren. Zur Vorstellung des Projekts hatte Lobo hervorgehoben, dass es sich bei vielen Funktionen um Experimente handelt. Wie das Online-Portal lernen.net nun berichtet, haben sich die gewünschten Debatten in den E-Books aber nie entwickelt, trotz der großen medialen Aufmerksamkeit für Sobooks. (mho)

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