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Software-Unternehmen gründet Musiklabel

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Um ein Zeichen gegen die Musikindustrie zu setzen, versucht sich der Software-Anbieter S.A.D., bekannt durch die "Jack"-Reihe zum Kopieren von CDs und DVDs, nun selbst auf dem Tonträgermarkt. S.A.D. will selbst Audio-CDs ohne Kopierschutz zu günstigeren Preisen als üblich anbieten -- angestrebt sind 12 Euro. Laut S.A.D. gibt es "tausend gute Gründe für das Unternehmen, diesen Schritt zu wagen" -- die Die Firma allerdings die Websurfer zusammentragen lässt. Momentan nennt die Webseite nicht einmal 100 Gründe, die aber teilweise wenigstens zum Schmunzeln sind.

Der ursprüngliche Grund für die aktuelle Marketingkampagne gegen die Musikbranche liegt bereits einige Monate zurück: Seitdem S.A.D. Ende Februar im Urheberrechtsstreit um seine DVD-Kopierer klein beigeben musste, ist S.A.D. nicht mehr gut auf die Musikindustrie zu sprechen. Denn obwohl es dabei um einen Patch für "MovieJack" ging, handelte die Münchner Anwaltskanzlei Waldorf im Auftrag der großen Musiklabels.

Noch will S.A.D. das Geheimnis um die ersten drei Bands, deren Musik man auf CD pressen wird, nicht lüften. Lediglich Herkunftsort und Stilrichtung ließ die Firma verlauten. Zwei der Bands debütieren bei S.A.D., die dritte soll bei s.a.d. music ihr Comeback feiern. Am 16. Juli will s.a.d. music die Künstler im Rahmen einer Releaseparty vor geladenen Gästen präsentieren. (vza)