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Softwarefehler: Toyota ruft Millionen Hybrid-Fahrzeuge in die Werkstätten

1,9 Millionen Fahrzeuge ruft der japanische Authohersteller weltweit zurück, weil die Hybridregelelektronik überlastet werden kann. Sie sollen eine verbesserte Software bekommen.

Der japanische Auto-Hersteller Toyota ruft wegen eines Software-Problems Fahrzeuge mit Benzin-/Elektro-Hybridantrieb in die Werkstätten. Weltweit seien 1,9 Millionen Modelle des seit 2009 produzierten Typs Prius III betroffen, in Europa 135.816 und in Deutschland 13.303. Die Halter werden schriftlich informiert und gebeten, sich mit ihrem Händler in Verbindung zu setzen, heißt es in einer Mitteilung von Toyota. In der Werkstatt soll kostenlos eine verbesserte Software eingespielt werden.

Bei wiederholt starker Beschleunigung könne es zu einer Überlastung der Hybridregelelektronik kommen; in Medienberichten heißt es, Transistoren könnten überhitzen. Dann leuchten die Warnanzeigen im Kombiinstrument auf und das Fahrzeug schaltet ins Notlaufprogramm mit reduzierter Antriebleistung. Bisher seien weltweit 400 Fälle gemeldet worden, in denen das Softwareproblem gemeldet wurde, in Europa sollen es 11 sein. Der Rückruf sei freiwillig, teilte Toyota mit. Es habe noch keine Unfälle wegen des Problems gegeben.

Das Software-Update beim Prius dauert laut Medienberichten etwa 40 Minuten. Der Elektroauto-Hersteller Tesla ist in der Lage, neue Software aus der Ferne auf seine Modelle aufzuspielen, wie jüngst in seinem Model S geschehen. Die ebenfalls fälligen Austausch-Steckdosenadapter schickte der Hersteller den Fahrzeughaltern per Post zu.

Bei Toyota war auch die Vorgängerreihe Prius II von einem Rückruf betroffen. Im November 2012 hieß es, ein Bauteil der Lenkung müsse ausgetauscht werden. Außerdem bestand die Möglichkeit, dass die elektrische Wasserpumpe, die für die Kühlung des Hybridsystems zuständig ist, aufgrund einer fehlerhaften Wicklung im Elektromotor ausfallen kann.

(anw)

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