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Solid-State Disk: PCIe-Version für Server liefert 3 GByte pro Sekunde

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Micron P320h

(Bild: Micron)

Solid-State Disks (SSDs) mit PCI-Express-(PCIe-)Schnittstelle können wesentlich höhere Datentransferraten erreichen als welche mit SAS- oder SATA-6G-Interfaces. Bereits im November 2008 hatte der US-amerikanische DRAM- und Flash-Hersteller Micron angekündigt, PCIe-SSDs für Server zu entwickeln. Nun hat das Unternehmen ihre P320h angekündigt, die in Varianten mit 350 oder 700 GByte ab Ende August lieferbar sein soll. Micron lötet Single-Level-Cell-(SLC-)NAND-Flash-Bauelemente aus der gemeinsam mit Intel betriebenen 34-Nanometer-Fertigung auf, als schneller Puffer dient dem Controller DDR3-SDRAM – ebenfalls aus der eigenen Produktion.

Micron verspricht sequenzielle Datentransferraten von bis zu 3 GByte/s beim Lesen und 2 GByte/s beim Schreiben. Bei zufällig verteilten Zugriffen auf 4-KByte-Blöcke sollen bis zu 750.000 Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) möglich sein. Als Lebensdauer spezifiziert Micron 25 Petabyte Total Bytes Written (PByte TBW) für die 350-GByte-Version und das doppelte für jene mit 700 GByte. Ein Verfahren namens Redundant Array of Independent NAND (RAIN) soll gespeicherte Daten schützen.

Mit der P320h konkurriert Micron mit Anbietern wie Fusion-io, Texas Memory Systems (RamSan) oder OCZ. Fusion-io hat eine noch schnellere PCIe-2.0-x16-SSD im Angebot: Das ioDrive Octal besitzt 5,12 TByte an Multi-Level-Cell-(MLC-)Flash und soll 6 GByte/s sowie fast 1,2 Millionen IOPS liefern. LSI und Seagate entwickeln zurzeit gemeinsam PCIe-SSDs, wohl auch mit PCIe-3.0-Interface. Mit NVM Express 1.0 steht auch schon ein Standard für PCIe-SSDs bereit. (ciw)