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Sommer besiegelt VoiceStream-Übernahme

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Der US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream gehört seit heute zum Konzern der Deutschen Telekom. Fast zehn Monate nach der Ankündigung hat der rosa Riese die milliardenschwere Übernahme abgeschlossen und den Sprung über den Atlantik geschafft. Vor der Presse am Firmensitz in Bellevue im Bundesstaat Washington begrüßte Vorstandschef Ron Sommer den gelungenen Einstieg in den US-Markt. Neben VoiceStream übernahm die Telekom mit Powertel einen weiteren US-Mobilfunkbetreiber.

Nach den Worten von Sommer liegt der Kaufpreis für beide Gesellschaften bei 27,9 Milliarden US-Dollar (rund 60 Milliarden Mark). Übernommen hat die Telekom außerdem elf Milliarden Euro (21,5 Milliarden Mark) Verbindlichkeiten. Dieser Betrag werde den Schuldenstand des Unternehmens aber nicht erhöhen, da in diesem Jahr aus dem Verkauf von Nicht-Kerngeschäften Erträge mindestens in gleicher Höhe anfallen, unterstrich der Vorstandschef. Die Übernahme ist die bislang teuerste Akquisition in der Firmengeschichte. Sie wird mit 1,17 Milliarden neuen T-Aktien sowie einem Barbetrag von 4,2 Milliarden US-Dollar bezahlt.

Durch die Übernahmen verliert der Bund endgültig die Kapitalmehrheit an dem einstigen Staatsunternehmen. Sein Anteil verringert sich von 58 auf rund 43 Prozent. Davon sind 12 Prozent bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau geparkt. Ehemalige VoiceStream-Aktionäre halten 24 Prozent der T-Aktien, davon ist Hutchison Whampoa mit knapp fünf Prozent neben dem Bund der größte Telekom-Aktionär.

Mit den Zukäufen kommt die Telekom weltweit auf rund 51 Millionen Kunden im Mobilfunk. T-Mobile-Chef Kai Uwe Ricke sprach von einer beeindruckenden internationalen Präsenz. "Einer unserer größten Wettbewerbsvorteile besteht darin, dass wir der erste und bisher einzige transatlantische Mobilfunkanbieter sind, der GSM für seine mobile Kommunikation nutzt". Eingegliedert werden die US-Käufe in die T-Mobile International, zu der auch die deutsche Tochter D1, die britische One2One und die österreichische max.mobil gehören. VoiceStream kommt derzeit auf 5,4 Millionen Kunden und ist auf dem US-Markt die Nummer sechs. (em)