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Sommerzeit: EU-Parlamentsausschuss will Uhrumstellung abschaffen

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments stimmt mit großer Mehrheit dafür, die halbjährliche Uhrumstellung 2021 abzuschaffen.

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Sommerzeit: EU-Parlamentsausschuss will Uhrumstellung abschaffen

(Bild: dpa / Friso Gentsch)

Die Pläne zur Abschaffung der Zeitumstellung in der EU sind einen Schritt vorangekommen. Der zuständige Verkehrsausschuss im Europaparlament in Brüssel stimmte am Montag für den letzten Wechsel am letzten Oktobersonntag im Jahr 2021. 23 Abgeordnete votierten dafür, 11 dagegen, Enthaltungen gab es nicht.

Der Verkehrsausschuss schlägt laut Mitteilung zudem vor, dass die Zeitumstellung am letzten Sonntag im März 2021 die letzte sein sollte für die EU-Länder, die dauerhaft ihre Sommerzeit behalten wollen. Mitgliedstaaten, die lieber ihre Standardzeit behalten wollen, auch als Winterzeit bekannt, könnten das letzte Mal im Oktober 2021 die Uhren umstellen, teilte das EU-Parlament mit.

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Der Ausschuss appelliert an die EU-Mitgliedsstaaten, sich untereinander über ihre Zeitumstellungsänderungen zu koordinieren. Dabei kommt es ihm vor allem darauf an, dass der europäische Binnenmarkt nicht beeinträchtigt wird. Die EU-Kommission könne hier bei Bedenken den Vorgang um zwölf Monaten verschieben.

In den kommenden Wochen soll das Parlamentsplenum abstimmen, auf dessen Entschließung vom Februar 2018 die Diskussion über die Zeitumstellung zurückgeht. Anschließend müssten noch die EU-Staaten zustimmen, bevor die halbjährliche Zeitumstellung abgeschafft werden könnte.

Unter den EU-Verkehrsministern gibt es noch offene Fragen. Zuletzt hieß es von ihnen ebenfalls, das halbjährliche Drehen an der Uhr könne 2021 abgeschafft werden. Das nächste Treffen der Verkehrsminister ist für Juni geplant. (mit Material der dpa) / (anw)