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Sonde Hayabusa2: Noch mehr Bilder von der Asteroidenoberfläche

Beide japanischen Minerva-II-Landeroboter senden Daten von der Oberfläche des Asteroiden Ryugu. Sogar der Lauf der Sonne ist zu erkennen.

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Sonde Hayabusa2: Noch mehr Bilder von der Asteroidenoberfläche

Die Oberfläche von Ryugu

(Bild: JAXA)

Die japanischen Landeroboter Minerva II haben weitere Fotos von der Oberfläche des Asteroiden Ryugu gesendet, den sie seit vergangenem Freitag unter anderem auch hüpfend erkunden. Aufnahmen vom Rover-1B gleichen sogar einer kurze Filmsequenz, die den Lauf der Sonne über den Horizont des Himmelskörpers zeigt.

Sonnenschein auf Ryugu (13 Bilder)

(Bild: JAXA)

Da die Bilder in Farbe aufgenommen werden, zeigen sie ein besonders lebendiges Bild der Umgebung, auch wenn die voller Steine und Geröll ist. Auf einem Foto ist der Schatten der eigenen Antenne zu erkennen.

Minerva II: Fotos von der Oberfläche Ryugus (9 Bilder)

Der Schatten der eigenen Antenne
(Bild: JAXA)

Die beiden Kundschafter sind Teil der äußerst vollgepackten Mission von Hayabusa2, die vor wenigen Monaten an ihrem Asteroiden angekommen war. Mit vier beziehungsweise drei Kameras ausgerüstet, sollen sie zusammen Stereo-Aufnahmen von der Oberfläche des Asteroiden machen. Sie haben jeweils einen Durchmesser von 18 Zentimetern und sind 7 Zentimeter hoch. Ihre Masse beträgt 1,1 Kilogramm. Dank eines kleinen Motors und der geringen Schwerkraft können sie über die Oberfläche hüpfen und verschiedene Areale erkunden.

Vorgänger war gescheitert

Schon die Vorgängersonde Hayabusa hatte eine Landesonde namens Minerva (Micro/Nano Experimental Robot Vehicle for Asteroid) an Bord. Wegen eines Fehlers bei der Berechnung der Landung war die Sonde aber zu spät ausgesetzt worden und verpasste damals den Asteroiden Itokawa. Dieses Schicksal blieb beiden Nachfolgern nun erspart.

Als Hayabusa2 sich dem Asteroiden bis auf rund 65 Meter angenähert hat, um die beiden Minerva-II-Roboter auszusetzen, gelang ihr außerdem die bislang detailreichste Aufnahme der Oberfläche. Es zeigt wenige Quadratmeter und darauf verschiedene Steine sowie einen Felsüberhang, der im Sonnenlicht einen Schatten wirft.

Detailaufnahme von Ryugu (2 Bilder)

Die bislang am höchsten aufgelöste Aufnahme von Ryugu
(Bild: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST)

(mho)

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