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Sonde Hayabusa2: Video vom Touchdown auf dem Asteroiden Ryugu

Das Aufsetzen der japanischen Sonde Hayabusa2 auf dem Asteroiden Ryugu wurde von einer Kamera aufgezeichnet. Ihr Film zeigt, wie Material aufgewirbelt wird.

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Sonde Hayabusa2: Video vom Touchdown auf dem Asteroiden Ryugu

(Bild: JAXA)

Die japanische Weltraumagentur JAXA hat ein kurzes Video veröffentlicht, das den Touchdown von Hayabusa2 auf dem Asteroiden Ryugu zeigt. In dem auf die fünffache Geschwindigkeit beschleunigten Film ist zu sehen, wie die Sonde kurz den Boden berührt und dort jede Menge Material nach oben schleudert. Kurz darauf entfernt sie sich wieder von der Oberfläche. Angesichts dessen seien die Aussichten gut, dass die Sonde die gewünschten Proben eingefangen hat, erklärten die Forscher. Noch wird das Manöver aber weiter ausgewertet.

(Quelle: JAXA)

Kurz nach dem Touchdown

(Bild:  JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu, AIST)

Hayabusa2 hatte den Asteroiden Ryugu vergangenes Jahr nach fast vierjähriger Reise erreicht. Nachdem sie mehrere Lander erfolgreich ausgesetzt hatte, sank sie dann am 22. Februar selbst zu dem Asteroiden hinab. Ziel war es, mithilfe eines kleinen Sprengsatzes einen künstlichen Krater zu formen, aus dem Material hochgeschleudert werden sollte. Das sollte die Sonde einsammeln, um es am Ende ihrer Mission zur Auswertung auf die Erde zurückzubringen. Die Aufnahmen, die mit einer Kamera gelangen, die von der Öffentlichkeit finanziert worden war, legen nahe, dass das Manöver erfolgreich war. Wenn nicht, könnte Hayabusa2 weitere Touchdowns unternehmen.

Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelter Lander namens Mascot war schon im Oktober auf dem Asteroiden gelandet und hatte dort mehrere Stunden lang Daten gesammelt. Die könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unserer Erde und zur Abwehr von Asteroiden-Einschlägen liefern, hoffen die Forscher. Vorher waren bereits die beiden japanischen Roboter Minerva II auf der Oberfläche gelandet und hatten Fotos von dort gesendet. Der Name Ryugu steht für den Unterwasserpalast eines Drachenkönigs aus der japanischen Überlieferung.

Sonnenschein auf Ryugu (13 Bilder)

(Bild: JAXA)

(mho)