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Sonntag ist SMS-Tag

Festnetz ist out, Mobilfunk ist in. Persönliche Gespräche sind dabei aber weiterhin wesentlich beliebter als die Kommunikation per Telefon. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie im Auftrag von Mobilkom Austria. Fast 79 Prozent bevorzugen prinzipiell Face-to-Face-Gespräche, 14 Prozent Mobiltelefonate. SMS (inklusive EMS, MMS) kann noch drei Prozent auf sich verbuchen, E-Mail (inklusive online Messaging) und Festnetz (inklusive Fax) bilden mit je zwei von Hundert den Schluss der Beliebtheitsskala.

Tatsächlich werden aber noch 13 Prozent der Gespräche übers Festnetz abgewickelt. Geht es nach dem Willen der befragten Kunden, wird sich dieser Anteil auf einen Bruchteil reduzieren. Der Trend spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen des Mobilkom-Mutterkonzerns wieder. Während der Gewinn schon länger nur dem Mobilfunk-Segment zu verdanken ist, wurde dort im dritten Quartal erstmals auch mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet.

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Die SMS-Nutzung ist an Sonntagen und generell in der Zeit von 21 bis 24 Uhr besonders ausgeprägt. Jeder zehnte beziehungsweise jeder achte Kommunikationsvorgang wird da schon per Kurznachricht angewickelt. Die "Lastspitze" bei Handytelefonaten liegt dafür zwischen 12 und 15 Uhr.

Je 50 Männer und Frauen aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Steiermark und Tirol waren für die Studie in persönlichen Tiefeninterviews befragt worden. Außerdem führten sie eine Woche lang ein persönliches Kommunikationstagebuch, in das sie jeden Kommunikationsvorgang nach Art, Zeitpunkt und Zweck eintragen mussten. Die Studienteilnehmer waren mindestens 15 Jahre alt und besaßen allesamt ein Handy. Die Netzbetreiber waren im Sample entsprechend ihrem Marktanteil vertreten. Nur 39 Prozent der Kontaktaufnahmen wurden von den Studienteilnehmern als notwendig eingestuft. (Daniel AJ Sokolov)/ (Daniel AJ Sokolov) / (tol)

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