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Sony BMG plant Expansion ins Musikverlagsgeschäft

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Sony BMG plant den Einstieg in das Musikverlagsgeschäft. Der weltweit zweitgrößte Musikkonzern knüpfe damit an das Geschäftsmodell vor der Fusion von Sony Music und BMG im Jahr 2004 an, schreibt die Financial Times Deutschland in ihrer morgigen Ausgabe. Zudem versuche Sony-BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz so die kartellrechtlich erzwungene Trennung vom lukrativen Verlagsgeschäft rückgängig zu machen. "Wir werden alles tun, um in das Verlagsgeschäft zurückzukommen", sagte Schmidt-Holtz der Zeitung.

Investitionen in größere Verlage seien möglich. "Man muss nicht unbedingt zukaufen, aber es kann durchaus Sinn ergeben." Die Konzerne Sony und Bertelsmann halten je die Hälfte an Sony BMG. Zudem arbeitet Sony BMG laut Schmidt-Holtz an einer Internet-Musik-Plattform, die offen für Konkurrenten sein soll. Durch diesen neuen Dienst sollen deutlich mehr Nutzer zum Kauf von Musik über das Internet oder Handys gewonnen werden.

Ziel des Dienstes müsse es sein, die fehlende Interoperabilität von Geräten und Web-Musikdiensten zu beenden. Ein Grund dafür ist unterschiedliche Software für die Rechteverwaltung der Musik (Digital Rights Management, DRM). Um die Hürde zu umgehen, verkauft der Musikkonzern EMI Lieder seit kurzem ohne DRM. Sony BMG lehnt dies ab. "Ich bin im Moment absolut nicht bereit, DRM aufzugeben", sagte Schmidt-Holtz. Zusätzlich sollen neue CD-Formate den Umsatz stärken. "Bei jungen Künstlern kann man zum Beispiel ein Album mit sechs Titeln machen." (dpa) / (anw)