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IFA

Sony: Erster 3D-Fernseher kommt 2010

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Bei den 3D-TV-Prototypen setzt Sony auf RealD-Shutterbrillen. Ob diese auch der Verkaufsversion beiliegen, ist noch unklar.

Die Sony-Pressekonferenz, die als erste IFA-Veranstaltung in diesem Jahr über die Bühne ging, stand ganz im Zeichen der räumlichen Bilder. Bereits im nächsten Jahr wollen die Japaner einen 3D-fähigen LCD-Fernseher auf den Markt bringen. Ob es dann bereits einen 3D-Standard für Blu-ray Discs oder gar fürs digitale Fernseher gibt, ist bislang noch unklar. Am morgigen Donnerstag will die Blu-ray Disc Association, bei der auch Sony mitmischt, neue Informationen zu einem möglichen 3D-Standard vorlegen.

So stellte Sony erst einmal die geplanten 3D-Fähigkeiten für seine PlayStation 3 in den Vordergrund: Beeindruckende stereoskopische Szenen aus "MotorStorm: Pacific Rift" und Gran Turismo gab es zu sehen, bei der Pressekonferenz allerdings nicht auf einem Bravia-Fernseher, sondern mit hauseigener Digitalkino-Technik und RealD-Polarisationstechnik. Auf dem riesigen Messestand (laut Sony dem flächenmäßig größten der IFA) sind hingegen etliche LCD-TV-Prototypen aufgebaut, hier kann man bei schummeriger Deckenbeleuchtung räumliche Bilder mit Shutterbrillen bewundern. Um eine flimmerfreie Darstellung zu gewährleisten, müssen die Displays 120 Bilder in der Sekunde entgegennehmen, nur so wird jedes Auge mit angenehmen 60 Bildern versorgt. Samsung und ViewSonic haben bereits LCD-Monitore auf dem Markt, die genau das können. Kompatibel sind sie beispielsweise mit der auf 3D-Spiele ausgelegte 3D-Vision-Shutterbrille von Nvidia.

Parallel zum 3D-TV-Launch im nächsten Jahr will Sony auch andere Geräte auf 3D-Kompatibilität trimmen, neben der PlayStation 3 beispielsweise auch Vaio-Notebooks. Auf dem Messestand ist unter anderem eine PS3-Demo zu sehen, bei der sogar das Menü stereoskopisch dargestellt wird – vermutlich wird ein Firmware-Update für räumliche Bilder sorgen.

Das neue Vaio-X-Subnotebook kann zwar kein 3D, wiegt dafür aber weniger als 700 Gramm.

Zwar nicht 3D-kompatibel, aber dennoch sehr beeindruckend, war das extrem flache Vaio-Subnotebook, das Sony-Europachef Jujio Nishida am Ende der Pressekonferenz stolz präsentierte: Der 11,1-Zoll-Zwerg aus der X-Baureihe soll weniger als 700 Gramm auf die Waage bringen und gleichzeitig neue Langlauf-Rekorde aufstellen. Im Carbongehäuse werkelt ein stromsparender Atom-Prozessor.

Die fünf wichtigsten 3D-Techniken sind ab Freitag im Übrigen auf dem Heise-Messestand in Halle 17 im Vergleich zu sehen. (Jan-Keno Janssen) / (jkj)

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