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Sony-Hack: Nach Drohung mit 9/11 Aufführungen von "The Interview" abgesagt

Die Angreifer, die die IT-Infrastruktur von Sony Pictures lahmlegten und interne Dokumente sowie Filme abgriffen, sollen in Drohungen den "11. September 2001" erwähnt haben. Daraufhin haben mehrere US-Kinos den Film "The Interview" abgesetzt.

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In diesem Text erkennt CNN eine Drohung an Kinobesucher.

(Bild: CNN)

Der für den Weihnachtstag geplante Anlauf der Sony-Komödie "The Interview" in den USA ist gefährdet. Grund soll laut CNN dieser Ausschnitt aus einer Mitteilung der Sony-Angreifer sein: "Bald wird die Welt sehen, welch schlechten Film Sony Pictures Entertainment gemacht hat. Die Welt wird voller Angst sein. Gedenkt des 11. September 2001."

Fraglich ist, ob "The Interview" überhaupt in ein Arthouse-Programm passt.

(Bild: Sony Pictures)

Auch wenn das für sich genommen noch keine direkte Gewaltandrohung ist, geht nun in den Vereinigten Staaten die Angst um. Sony hat den Kinos anheim gestellt, ob sie den Film zeigen möchten. Normalerweise ordnen die Studios an, welche Streifen wann wo laufen. Und tatsächlich machen Kinos von ihrem Wahlrecht gebrauch. So hat die größte "Arthouse"-Kinokette des Landes, Landmark Theatres, bestätigt, dass "The Interview" bei ihr nicht laufen wird. Auch Seth Rogen and James Franco, Hauptdarsteller in "The Interview", haben mittlerweile alle Medienauftritte, um Werbung für den Film zu machen, abgesagt.

Nordkorea hatte die Sony-Komödie "The Interview" scharf kritisiert. In dem Film bekommen TV-Journalisten ein Interview mit dem Machthaber Kim Jong Un und werden von der CIA beauftragt, ihn zu töten. Da die Gruppe Guardians of Peace, die sich zu dem Angriff auf Sony bekannte, immer wieder auch auf diesen Film abhob, war Nordkorea selbst in Verdacht geraten, hinter der Attacke zu stecken. Das Regime in Norkorea hat dies aber entschieden zurückgewiesen.

Der Hack hat auch schon zu einer Sammelklage ehemaliger Sony-Mitarbeiter geführt. Sie werfen dem Filmstudio vor, nachlässig beim Schutz ihrer Daten gewesen zu sein. US-Ermittler gehen davon aus, dass die Angreifer seit dem Sommer in den Sony-Systemen waren. Angezeigt wurde der digitale Einbruch aber erst im November.

[Update 18.12.2014 08:55]:

Sony Pictures hat mittlerweile bekanntgegeben, den Film "The Interview" nicht mehr veröffentlichen zu wollen. (ds)

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