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Sony-Hack: Sony Pictures verlangt Ende der Berichte in US-Medien

Nach der verheerenden Attacke auf die IT-Infrastruktur von Sony Pictures stellten die Angreifer unzählige interne Dokumente und Mails ins Netz. Sony will nun verhindern, dass US-Medien über den Inhalt der Dokumente berichten.

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(Bild: dpa, Brendan McDermid)

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Mit juristischen Drohungen will das Hollywood-Studio Sony Pictures die Flut von Enthüllungen stoppen, nachdem Hacker interne Unterlagen erbeutet hatten. Mehrere US-Medien erhielten am Sonntag einen Brief von einem Anwalt des Film-Konzerns mit der Aufforderung, keine weiteren Berichte aus dem Material zu veröffentlichen. Außerdem sollen sie die Kopien in ihrem Besitz löschen, wie aus einer vom Technologieblog Recode veröffentlichten Version des Sony-Briefs hervorgeht.

Bei weiteren Berichten werde Sony Pictures die Medien für eventuelle Verluste oder Schäden durch die Veröffentlichungen haftbar machen, hieß es in dem Brief. Auch die New York Times und der Hollywood Reporter hätten ähnliche Briefe bekommen.

Die nach ihren eigenen Aussagen verantwortliche Gruppe, die unter dem Namen Guardians of Peace operiert, hatte nach ihrem groß angelegten Angriff auf die IT-Infrastruktur von Sony Pictures unter anderem den Inhalt der E-Mail-Accounts mehrerer Top-Manager von Sony Pictures ins Netz gestellt. Dieses Archiv wurde seit Tagen von US-Medien ausgewertet. Dadurch wurden unter anderem rassistisch angehauchte Scherze von Studio-Chefin Amy Pascal über US-Präsident Barack Obama und Pläne für ein koordiniertes Vorgehen von Filmstudios gegen die Verbreitung unerlaubter Kopien im Internet bekannt. (jk)