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Sony-Kundendaten im Internet aufgetaucht

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Aus der Sony-Zentrale kommen weiterhin nur schlechte Nachrichten: Nachdem sich Konzernchef Howard Stringer erstmals für die Datenpanne entschuldigt hatte, gab das Unternehmen nun bekannt, dass Namen und Adressen von rund 2500 Kunden – Teilnehmer eines Gewinnspiels – in einer Internet-Datenbank aufgetaucht sind. Eine Sony-Sprecherin hat den Fund bestätigt und erklärt, man habe die Kundendaten umgehend aus dem Netz entfernen lassen. Kreditkarten-Daten sollen nicht darunter gewesen sein. Weitere Informationen, etwa auf welche Weise die Daten verfügbar waren und wie sie gefunden und entfernt wurden, gab Sony nicht preis.

Patrick Seybold, Senior Director of Corporate Communications, musste am Freitag der enttäuschten Fan-Gemeinde mitteilen, dass das Playstation Netzwerk nicht wie erhofft an diesem Wochenende wieder online geht. Sony sei sich nicht über den Umfang des Hacker-Angriffs bewusst gewesen. Nun tue man alles, um die Sicherheit des Netzwerks wieder herzustellen und zu garantieren, dass die Kundendaten geschützt sind. Einen Termin für den Neustart der Netzdienste nannte Seybold nicht.

Im April hatte Sony seine Onlinedienste Playstation Network und den Video- und Musikservice Qriocity abgeschaltet, aber erst eine Woche danach den Diebstahl von Kundendaten im Millionenumfang bekannt gegeben. Später meldete das Unternehmen, auch die Datensätze von Sony Online Entertainment seien von dem Hackerangriff betroffen. Unter den gestohlenen Daten könnten mehr als zwölf Millionen Kreditkarten-Datensätze sein, bestätigt wurde dies bisher aber nicht. Das PlayStation Network, der Musik- und Videodienst Qriocity und das PC-Spielenetz von Sony Online Entertainment sind seit Entdeckung der Attacken gesperrt. (mit Material von dpa) / (rop)