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Sony Xperia 1: 4K-HDR-Aufnahmen im 21:9-Format mit "Kino-Look"

Laut Sony Mobile reicht die Kamera im neuen Smartphone-Flaggschiff aus, um professionelle Videoaufnahmen anzufertigen.

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Sony Experia 1: 4K-HDR-Aufnahmen im 21:9-Format mit "Kino-Look"

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Ultrahochaufgelöste "4K"-Videoaufnahmen mit erweitertem Farbraum und erhöhtem Kontrastumfang kann bereits Sonys Smartphone Xperia XZ2 (ab 395,80 €) aufzeichnen. Laut Hersteller reicht die Triple-Kamera im neuen Flaggschiff Xperia 1 sogar aus, um Videoaufnahmen auf professionellen Niveau zu erstellen. Auf dem MWC packt Sony dafür bei der Präsentation das große Besteck aus und präsentiert das Smartphone neben einer digitalen Kinokamera aus seiner "CineAlte"-Reihe.

Der Hintergrund: Die mitgelieferte Video-Recording-App "Cinema Pro" basiert laut Sony auf Technologien der professionellen Filmkameras des Herstellers. So sollen sich im "Master2-Modus vor der Aufnahme verschiedene Einstellungen wie Farbtiefe, Blende und manueller Fokus individuell festgelegen lassen. Über ein Farbmanagement lassen sich typische "Kino-Look" wählen, etwa für die Genres Komödie, Liebesgeschichte, Horror und "Gewalt".

Wie schon das XZ2 nimmt auch das Xperia 1 ultrahochaufgelöste Videos HEVC-kodiert mit dem auch bei Ultra HD Blu-rays und 4K-Videostreaming genutzten erweiterten Farbraum BT.2020. Für die Aufzeichnung des HDR-Bildes kommt bei Smartphones jedoch nicht HDR10 oder Dolby Vision zum Einsatz, sondern das vor allem für den Broadcast-Einsatz entwickelte HLG (Hybrid Log-Gamma).

HLG ist ein statisches Verfahren mit einer Farbtiefe von 10 Bit, das vor allem mit einer Abwärtkompatibilität zu herkömmlichem SDR-Material (Standard Dynamic Range) punkten kann. Damit ist eine Übertragung des Videobildes mit Standard- und erweitertem Kontrast in einem einzigen Stream möglich. Zudem unterstützt praktisch jeder aktuelle 4K-Fernseher und AV-Receiver die Wiedergabe beziehungsweise Durchleitung von HLG-Videos.

Sony lässt das Xperia 1 in der Vorführung gegen eine Kinokamera vom Typ CineAlta laufen.

(Bild: heise online / Nico Jurran)

So weit, so bekannt. Das Xperia 1 nimmt mit der "Cinema Pro"-App allerdings nicht im UHD-TV-typischen Bildverhältnis 16:9 (1,78:1), sondern in 21:9 (2,33:1) auf – passend zum Display des Smartphones. Laut Sony sei dies das "selbe Format, das auch Filmemacher nutzen". Tatsächlich werden Kinofilme aber durchaus auch in anderen Formaten gedreht, allen voran 1,85:1.Die konkrete Auflösung der 21:9-Videos beträgt laut Sony 1644 × 3840 Pixel.

Aufnahmen über die "Cinema Pro"-App sind mit 23,98 und 29,97 Bilder pro Sekunde möglich. Auch Fotos ollen über die App ausschließlich im 21:9-Format aufgenommen werden. (nij)