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Sony geht gegen Modchip-Entwickler vor

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Der Entwickler von Playstation-2-Modchips, Channel Technology, hat vom Elektronikgiganten Sony eine Unterlassungserklärung erhalten. In dieser wird das Unternehmen aufgefordert, die Produktion des Messiah-Modchips einzustellen und von der geplanten Veröffentlichung abzusehen. Mit diesem Chip soll es möglich sein, neben gebrannten Spielen auf CD-R und DVD-R auch importierte PS-2-Titel sofort abzuspielen. Mit den bisher verfügbaren Modchips war dies nicht möglich -- hier musste man die Konsole erst mit einer speziellen Boot-CD starten.

Nach Darstellung von Channel Technology ist die Behauptung, der Chip würde raubkopierte Software spielbar machen, Unfug: "Denn nicht der Chip spielt solche Software ab, sondern Menschen tun dies", heißt es in einer Erklärung.

Sollte der Chip trotzdem in den Handel gelangen, könnte dies Sonys Einnahmen empfindlich schmälern. Der Messiah-Modchip ist ein wahrer Allrounder: Er startet PS2-Original-Importe (USA/Japan) direkt ohne eine spezielle Boot-CD, PS2-Backups auf CD- und DVD-Rs, Playstation-1-Original-Importe (PS1) und PS1-Backups. Zudem müssen einige Spiele nicht mehr speziell gepatcht werden.

Derweil hat Channel Technology alle Informationen über seinen angekündigten Modchip von der Website entfernt; es findet sich lediglich der Hinweis, dass man sich derzeit aufgrund des Messiah-Chips in Rechtsstreitigkeiten befinde.

Während der Ausgang des Streites und die Veröffentlichung des Chips unklar bleibt, wittern einige Händler bereits das große Geschäft. So bieten viele Shops schon jetzt die Vorbestellung des Chips zu einem Preis von 200 Mark an. Allerdings ist der Einbau nur Usern mit etwas Erfahrung im Umgang mit dem Lötkolben zu empfehlen, denn immerhin müssen 25 Kabel auf der PS2-Platine befestigt werden. Selbst PS2-Konsolen mit bereits eingebautem Chip (ca. 950 Mark) sollen beim Erscheinen des Chips hierzulande erhältlich sein. (daa)

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