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Sony gibt der E3 2019 einen Korb

Sony nimmt im kommenden Jahr nicht mehr an der E3 teil. Das Unternehmen möchte seine Kunden auf anderen Wegen erreichen.

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Sony bleibt der E3 2019 fern

God-of-War-Entwickler Sony nimmt nicht an der E3 2019 teil.

(Bild: Sony)

Sony wird 2019 nicht an der E3 in Los Angeles teilnehmen. Das teilte das Unternehmen mehreren US-Spielemagazinen mit. Demnach wird Sony weder mit einem Stand vertreten sein noch ein Presse-Event im Rahmen der Veranstaltung organisieren.

"Sony Interactive Entertainment sucht neue, erfinderische Möglichkeiten, die Community zu beschäftigen", schreibt das Unternehmen in einem Statement an Kotaku. "Wir wollen anders denken und mit neuen Wegen, unsere Fans zu begeistern, experimentieren. Daher haben wir uns entschieden, nicht an der E3 2019 teilzunehmen." Wie Sony stattdessen seine Neuankündigungen publik machen will, soll zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.

Die Electronic Entertainment Expo (E3) ist die wichtigste Spielemesse für Neuankündigungen. Fans blicken vor allem den Presse-Events, in deren Rahmen oft neue Spiele angekündigt werden, mit Vorfreude entgegen. Auch neue Spielkonsolen werden traditionell auf der E3 gezeigt. Gerüchten zufolge ist die Playstation 5 allerdings ohnehin frühestens 2020 zu erwarten. Möglicherweise ist das ein Grund für die E3-Absage Sonys: Die Japaner könnten auf der diesjährigen E3-Präsentation ihr verbleibendes Pulver für die aktuelle Konsolengeneration bereits verschossen haben und nun erstmal Luft holen.

Es gibt aber auch andere mögliche Begründungen: Die E3 beschert Teilnehmern zwar ein großes Medienecho. Sony muss sich die Aufmerksamkeit aber mit Microsoft, Nintendo, Ubisoft und Konsorten teilen – die Events finden innerhalb weniger Tage statt. Das passt nicht zum Anspruch dieser Großunternehmen: Mit eigenen Veranstaltungen wollen sie unabhängiger auftreten und selbst festlegen, wann der richtige Zeitpunkt für welche Ankündigung gekommen ist.

Die wichtigsten Spiele der E3 2018 (14 Bilder)

Death Stranding (Kojima Productions)

Hideo Kojima könnte einen Bürojob-Simulator entwickeln und die Leute würden darauf abfahren. Death Stranding ist kein Bürojob-Simulator, so viel scheint klar, viel mehr aber auch nicht: Selbst nach einem zehnminütigen Gameplay-Trailer weiß eigentlich kein Mensch, worum es in Death Stranding nun eigentlich geht. Die Hauptfigur streift im Video schwerfällig durch verschiedene Landschaften, die alle wunderschön aussehen. Mehr sieht man aber auch nicht wirklich. Ein Walking-Simulator also? Death Stranding bleibt herrlich mysteriös.
(Bild: Sony)

Neu ist diese Herangehensweise nicht: Das große Entwicklerstudio Rockstar Games zeigt seine Spiele weder auf der E3 noch auf der Gamescom. Und Apple verzichtet traditionell auf die Teilnahme an Messen wie dem MWC und der E3. Ob Sony 2020 zur E3 zurückkehrt, ist nicht bekannt. (dahe)