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Sony investiert in die Entwicklung von Feldemissionsdisplays

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Sony will nach eigenen Angaben in die Entwicklung von Feldemissionsdisplays (FED) investieren. Wie der Konzern gestern in Peking mitteilte, plane man mit dem Investor Tex Gate Investment ein Joint Venture namens Field Emission Technologies Inc. zu gründen. Als Gründungstermin für das 30-köpfige Unternehmen nannte Sony den 18. Dezember dieses Jahres. Das Investitionsvolumen soll sich auf insgesamt 2,5 Milliarden Yen (16,2 Millionen Euro) belaufen, rund 36,5 Prozent der Summe beisteuern will Sony beisteuern.

Sonys Engagement in die FED-Technik reicht zurück in das Jahr 1998. In einer Partnerschaft mit Candescent Technologies wollte man gemeinschaftlch FEDs entwickeln und innerhalb von zwei Jahren bereit sein für die Produktion großer Stückzahlen. Massenmarkt-taugliche FED-Fernseher und -Displays ließen indes auf sich warten. Auf der Displaytechnik-Konferenz SID stellte Sony 2001 erstmals ein 13,2-zölliges Feldemissionsdisplay vor, das durch sehr hohe Leuchtdichte (800 cd/m2), sehr hohen Kontrast von 800:1 und ausgezeichnete Farbsättigung bestach. Kommerzielle Marktreife erreichte allerdings auch dieses Display nicht.

Neben Sony arbeiten unter anderem Toshiba und Canon in einem Joint Venture an Feldemissionsdisplays. Ganz reibungslos verlief die Entwicklung auch hier nicht: Toshiba musste den geplanten Produktionsstart von Flachbildfernsehern in der so genannten SED-Technik (Surface Conduction Electron Emitter Display) mehrfach verschieben.

Feldemissionsdisplays arbeiten mit kleinen Emittern, aus denen Elektronen auf eine fluoreszierende Schicht auf der Frontplatte treffen und diese zum Leuchten anregen. Die prinzipielle Arbeitsweise gleicht der von Röhrengeräten, nur ist hier für jeden Bildpunkt quasi ein eigener Elektronenstrahl zuständig. Zu den Vorteilen dieser Technik gehört neben einer geringeren Leistungsaufnahme die bessere Darstellung von Bewegtbildern gegenüber Plasma- oder LCD-Fernsehern. (spo)