Sony soll 90 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen

Daneben soll der Konzern den Verkauf seiner Spielkonsolen PlayStation und PlayStation 2, zweier Controller und 47 Software-Titel in den USA einstellen.

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Von
  • Nico Jurran

Ein kalifornisches Bezirksgericht hat Sony wegen Patentverletzung zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 90 Millionen US-Dollar verurteilt. Außerdem muss der Konzern den Verkauf seiner Spielkonsolen PlayStation und PlayStation 2, zweier Controller und 47 Software-Titel in den USA einstellen. Damit bestätigte das Gericht nicht nur eine Entscheidung vom September vergangenen Jahres, in der die Verletzung von Patenten über eine von Immersion entwickelte Vibrationstechnik bei Spielecontrollern durch Sony bejaht worden war, sondern erhöhte die Schadensersatzsumme auch noch um satte acht Millionen US-Dollar. Die für das Spielegeschäft verantwortliche Sony Computer Entertainment (SCE) kündigte umgehend Berufung gegen das jetzt gefällte Urteil an und teilte gegenüber der US-Presse mit, dass der Verkauf der betreffenden Hard- und Software bis zu einer endgültigen Entscheidung vor dem Berufungsgericht wie gewohnt fortgesetzt werde.

Die von Immersion patentierte Technik betrifft Vibrationenseffekte, die über das Steuergerät auf die Hand des Spielers übertragen werden. Das erste Patent auf dieses Verfahren reichte das Unternehmen 1999 bei der US-Patentbehörde ein. Immersion hatte Anfang 2002 Klage gegen Sony und Microsoft eingereicht, da beide Firmen die Patente in ihren Gamecontrollern verletzt haben sollten. Mit Microsoft einigte sich Immersion im Juli 2003: Unter anderem zahlte Microsoft 26 Millionen US-Dollar für Anteile an Immersion, womit dem Unternehmen gleichzeitig die Nutzung einer Reihe von Patenten rund um die Haptik-Technik eingeräumt wurde. (nij)