Sony stellt MP3-"Walkman" vor

Die Japaner unterstützen mit ihrem neuen portablen Musikplayer außer dem eigenen ATRAC auch das MP3-Format. Er soll im Januar in die Läden kommen.

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Von
  • Andreas Wilkens

Der Walkman NW-HD3 in blau.

Sony tritt mit einem neuen Walkman gegen die Konkurrenz der mobilen MP3-Player an. Das japanische Elektronikunternehmen hat heute in Köln seinen MP3-Player HDD Network Walkman NW-HD3 vorgestellt. Das Gerät soll auf einer 20-GByte-Festplatte insgesamt bis zu 13.000 Musikstücke oder 900 komplette CDs speichern. Vor rund 25 Jahren hatte Sony mit seinem Walkman, dem weltweit ersten mobilen Kassetten-Abspielgerät, Geschichte geschrieben. Von dem Kassetten-Abspielgeräten soll das Unternehmen bis heute rund 340 Millionen Stück verkauft haben.

Der scheckkartengroße Walkman NW-HD3 wiegt 110 Gramm. Das Gehäuse ist aus Aluminium und ist ähnlich wie Apples iPod mini in verschiedenen Farben erhältlich, und zwar in Silber, Schwarz, Pink, Blau und Rot. Die Batterie soll laut Sony eine Laufzeit von 30 Stunden haben. Die "G-Sensor-Technologie" soll dafür sorgen, dass der Lesekopf bei einem Sturz schnell von der Magnetplatte entfernt und der Datenverlust durch einen Festplatten-Headcrash vermieden werde. Zum Lieferumfang des NW-HD3 gehören In-Ohr-Kopfhörer, die Software SonicStage 2.3 sowie ein USB-Kabel und USB-Adapter. In Deutschland will Sony den NW-HD3 ab Januar zum Preis von 370 Euro in die Läden bringen.

Mitte Oktober hatte Sony eingeräumt, bei portablen Musikabspielgeräten zunächst die falsche Strategie gewählt zu haben. Es sei ein Fehler gewesen, ausschließlich auf die eigene Entwicklung ATRAC zu setzen. Dadurch seien die Japaner auf dem Markt für portable Player zurückgefallen. Ein weiteres Zeichen für die Öffnung zu anderen Formaten setzt Sony auch mit dem Schritt, unter seinem Label nun Mini-Festplatten im CompactFlash-Typ-II-Format in Deutschland zu verkaufen. Bislang propagierte Sony grundsätzlich sein eigenes Speicherkarten-Format Memory Stick.

Mit den neuen MP3-Geräten dürfte Sony vor allem den Erfolg seines Internet-Musikangebots Connect im Auge haben. Der Zugriff auf Connect, das derzeit 500.000 Songs anbietet, soll über die Software SonicStage möglich sein. (anw)