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Update

Sony stellt PS4 Neo am Mittwochabend vor

Das Update der Konsole soll 4K-Filme abspielen und Full-HD-Spiele mit schöneren Effekten darstellen. Die normale PS4-Konsole soll zu einer Slim-Variante schrumpfen.

PlayStation PS4

(Bild: dpa, Sony/Archiv)

Sony hat Einladungen zu einem Playstation-Event in New York am Mittwoch, den 7. September verschickt. Dort sollen um 15 Uhr Ortszeit (in Deutschland 21 Uhr) aller Voraussicht nach zwei neue Hardware-Revisionen der PS4 vorgestellt werden. Die Veranstaltung wird von Sony live ins Internet gestreamt.

Gerüchten zufolge soll das aktuelle Modell zu einer Slim-Variante schrumpfen. Diese soll dann mit einem etwas kleineren Gehäuse, niedrigerer Leistungsaufnahme und vermutlich auch geringerem Rauschpegel punkten. Der Preis soll auch etwas sinken, man munkelt von 300 Euro. Technisch soll die Slim-Version sich jedoch kaum vom jetzigen Modell unterscheiden, einzig der WLAN-Chip soll nun auch 5 GHz unterstützen.

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Für größeres Aufsehen dürfte denn auch die Vorstellung einer leistungsfähigeren Variante sorgen, die derzeit unter dem Codenamen "PS4 Neo" durch die Gerüchteküchen zieht. Sie gehört zu keiner neuen Konsolen-Generation, sondern bleibt voll zur bisherigen PS4 kompatibel.

Aus Entwicklerkreisen sind vorab bereits erste Zahlen zur Rechenleistung aufgetaucht. Demnach soll die Grafikeinheit ihre Leistung mehr als verdoppeln. Statt mit bislang 18 Compute Units bei 800 MHz soll die Neo mit 36 Compute Units bei 911 MHz rechnen und damit die Leistung von 1,84 auf 4,2 TFlops steigern. Die CPU-Leistung klettert derweil nur wenig: Die acht CPU-Kerne werden dazu lediglich etwas höher getaktet (2,1 statt 1,6 GHz). Auch beim Speicher (8 GByte GDDR5 RAM) steigt die Durchsatzrate nur moderat von 176 GByte/s auf 218 GByte/s. Die GPU-Daten liegen etwas unter dem Leistungsstand der RX-480-GPU von AMD, die derzeit auf Grafikkarten im Preisbereich zwischen 200 und 250 Euro zum Einsatz kommt.

Anhand dieser inoffiziellen Zahlen kann man sich bereits ausrechnen, dass die PS4 Neo zwar 4K-Filme und Ultra HD Blu-rays abspielen wird, bei Spielen jedoch bei der Full-HD-Renderauflösung bleibt (die manche Spiele je nach Szene dynamisch variieren und senken können). Dank der höheren Grafikleistung ist es jedoch möglich, PS4-Spiele mit einer höheren/stabilieren Framerate und eventuell mehr Geometriedetails darzustellen – man denke hier etwa an die Haar-Simulationen aus Tomb Raider und Deus Ex. Dazu müssten PS4-Spiele jedoch von den Herstellern mit speziellen Patches nachgerüstet werden. Texturen würden von der Neo wegen der unveränderten Speichergröße jedoch nicht profitieren. Nach aktuellem Stand sollen künfte alle Spiele weiterhin auf der "alten" PS4 laufen, es soll keine exklusiven Neo-Spiele geben.

Auch Virtual-Reality-Spiele für die ab dem 13. Oktober erhältliche PSVR-Brille sollen problemlos auf bisherigen PS4-Konsolen laufen. Man wird sehen, ob sie auf der Neo-Konsole eventuell von stabileren Frameraten oder einer besseren Kantenglättung profitieren.

Bisherigen Gerüchten zufolge soll die PS4 Neo für 400 Euro noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Ihr Gehäuse soll gegenüber der jetzigen PS4 womöglich etwas dicker werden. In einigen Internetforen sind bereits angebliche Zeichnungen und Fotos aufgetaucht, die jedoch nicht besonders authentisch wirken (weshalb wir sie uns hier sparen).

Abseits von Spielen dürfte die PS4 Neo für Sony eine wichtige Rolle spielen, um den derzeit etwas schleppenden Verkauf der Ultra HD Blu-ray anzukurbeln. Neben der verbesserten Bildschirmauflösung und der größeren Farbtiefe sollen die UHD-Filme auch mit Surround-Tonspuren in Dolby Atmos und DTS:X punkten. Microsofts just auf den Markt gekommenes Konkurrenzmodell "Xbox One S" muss bei diesem Feature passen: Es kann zwar Filme in 4K ausgeben, unterstützt aber nicht die für die neuen Tonformate nötigen Codecs.

Update, Mi., 7.10., 10:50 Uhr: Der Live-Stream kann ab heute abend 21 Uhr auf live.playstation.com verfolgt werden. Zudem war aus Entwicklerkreisen zu hören, dass die PS4 Neo einige Spiele in 4K-Auflösung ausgeben soll. Möglich werden soll dies etwa für Titel, die in Full-HD mindestens 60 fps erreichen. Auf der Neo-Konsole könnten diese Spiele in 4K dann mit halbierter Framerate von 30 fps laufen. (hag)

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