Sony wählt Opera-Browser für Fernseher und Blu-ray-Player

Opera Software hat mitgeteilt, dass sein Browser künftig in Unterhaltungselektronik des japanischen Elektronikkonzerns zum Einsatz kommen wird.

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  • Nico Jurran

Opera Software hat mitgeteilt, dass sich Sony entschlossen habe, seinen Browser künftig in Fernsehern und Blu-ray-Playern mit Internetzugang einzusetzen. Der japanische Elektronikkonzern bietet auf seinen in Deutschland angebotenen Geräten derzeit ein Internet-TV-Portal mit verschiedenen, speziell für die Nutzung am Fernseher aufbereiteten Online-Diensten an; ein freies Surfen im Internet ist hier nicht möglich. Wann Sony seine in den USA bereits erhältlichen Google-TV-Geräte auf den hiesigen Markt bringt, ist bislang noch nicht bekannt.

Opera unterstützt neben HTML5 unter anderem die Darstellung programmbezogener Online-Dienste nach der HbbTV-Spezifikation (Hybrid Broadcast Broadband TV), die kürzlich auf europäischer Ebene verabschiedet wurde. HbbTV soll für einen nahtlosen Übergang zwischen TV- und Online-Welt sorgen – und damit althergebrachte Angebote wie den Teletext obsolet machen. Im Unterschied zu Internet-Angeboten wie YouTube, die heute ebenfalls auf vielen TVs mit DSL-Zugang abgerufen werden können, bestimmen bei HbbTV wie beim Teletext-Angebot die Fernsehsender, welche Informationen der Nutzer in welcher Form abrufen kann. Erste HbbTV-Angebote gibt es von deutschen und französischen Fernsehsendern; unter anderem hat der "RTL digitaltext" zur IFA 2010 seinen Regelbetrieb aufgenommen. (nij)