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Sony will trotz Investorendruck an Halbleitersparte festhalten

Der Investor Third Point möchte, dass Sony die Halbleitersparte abspaltet. Der Vorstand will die Sparte aber behalten, um den Unternehmenswert zu steigern.

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(Bild: Sony)

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Der japanische Elektronikkonzern Sony stellt sich gegen eine Investoren-Forderung nach einer Abspaltung des Halbleitergeschäfts. Der Vorstand habe einstimmig beschlossen, dass der Erhalt der Sparte die beste Strategie sei, um den Unternehmenswert langfristig zu steigern, hieß es am Dienstag in einem Brief des Vorstandsvorsitzenden Kenichiro Yoshida an die Aktionäre. Mittel- bis langfristig dürften die aus der Sparte generierten Mittel denn auch die darin nötigen Investitionen tragen.

Der aktivistische Finanzinvestor Third Point hatte zuletzt nach einem Milliarden-Investment in Sony eine Abspaltung der "Imaging & Sensing Solutions" genannten Sparte gefordert. Seiner Einschätzung nach sei die Sparte sowie der ganze Konzern unterbewertet. Er forderte daher, die Sparte abzuspalten und unter dem Namen "Sony Technologies" an die Börse in Japan zu bringen. Sony selbst sollte als "führendes globales Unterhaltungsunternehmen" neu ausgerichtet werden. Daneben empfahl der Investor den Verkauf der Anteile an Sony Financial, M3 Inc, Olympus und Spotify.

Die von US-Investor Dan Loeb gegründete Gesellschaft Third Point beteiligt sich an Unternehmen, um dann häufig einen Umbau der Konzerne und die Abspaltung nicht Gewinn bringender Geschäftsbereiche zu verlangen. Ziel solcher Forderungen war zuletzt etwa der Nahrungsmittelkonzern Nestlé, in den sich Third Point 2017 eingekauft hatte. (olb)