Sonys UMD kommt als Filmmedium nicht vom Fleck

In den USA mehren sich die Berichte , dass Sonys Mini-DVDs (Universal Media Disc, UMD) auch noch die letzte Unterstützung seitens der Filmstudios und des Handels verlieren.

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Von
  • Nico Jurran

In den USA mehren sich die Berichte, dass Sonys Mini-DVDs (Universal Media Disc, UMD) auch noch die letzte Unterstützung seitens der Filmstudios und des Handels verlieren. Bereits im Februar hatte sich Hollywood enttäuscht vom Geschäft mit vorbespielten Film-UMDs gezeigt, die sich bislang lediglich auf Sonys portabler Videospielkonsole PlayStation Portable (PSP) wiedergeben lassen. Nun scheint auch die US-Handelskette Wal-Mart der im Durchmesser sechs Zentimeter messenden zweilagigen DVD die Unterstützung zu entziehen. Zwar war die Wal-Mart-Geschäftsführung noch zu keinem offiziellen Kommentar bereit, in US-Medien heißt es allerdings, dass die Film-UMDs bereits aus einigen Filialen fast komplett verschwunden seien.

Besonders gerne veröffentlichen die US-Magazine ein angebliches Zitat eines leitenden Angestellten des Hollywood-Studios Universal Pictures. Der habe nicht nur gesagt, dass die UMD-Verkäufe praktisch bei Null lägen, sondern auch das Fazit gezogen: "It's another Sony bomb – like Blu-ray". Der Vergleich des mutmaßlichen Film-UMD-Flops mit dem kommenden HD-Disc-Format dürfte Sony zweifellos als Schlag unter die Gürtellinie empfinden. Tatsächlich hat Sony Pictures gerade noch einmal versichert, dass man die ersten Filme auf Blu-ray Disc am 23. Mai in den US-amerikanischen Läden stehen haben will – obwohl Sony seinen eigenen Blu-ray-Player bis dahin wohl nicht fertig haben wird. (nij)