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Sonys neue Spielkonsole Playstation 4 startet - zumindest in den USA

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Sony hat in den USA mit dem Verkauf der Playstation 4 begonnen. Presseberichten zufolge hatten sich die ersten Fans zum offziellen Launch Event im New Yorker Standard High Line Hotel bereits am Mittwoch angestellt – am Ende sollen es rund 500 gewesen sein. Verschiedene Händler öffneten Mitternacht ihre Läden, um die wartenden Kunden zu bedienen. Gamesindustrie berichtet von Schlangen mit 100 bis 300 Kunden vor verschiedenen Best-Buy-Fillialen.

Die Läden konnten die Nachfrage nicht ganz bedienen und hatten jeweils Lieferungen von etwa 150 bis 250 Konsolen für den freien Verkauf – der Rest ging an Vorbesteller. Offensichtlich kann Sony die Nachfrage deutlich besser befriedigen als noch beim Start der PS3 vor sieben Jahren. Experten erwarten jedoch, dass die Konsole zu Weihnachten bald ausverkauft sein wird. In Europa geht sie erst am 29. November für 400 Euro an den Start.

Sony liefert zum Launch der PS4 mit "Killzone: Shadow Fall" und "Knack" zwei exklusive Titel für die neue Konsole aus, die allerdings in Spielereviews nicht besonders gut abschnitten. Immerhin soll Killzone grafisch überzeugen und die Leistung der PS4 demonstrieren. Zudem bieten Sony noch den Arcade-Shooter Resogun zum Download an, der den US-Testern wesentlich besser gefiel.

Die weiteren 19 (in Europa 14) zum Launch erhältlichen Retail- und Download-Spiele sind auch auf anderen Systemen wie der PS3, Windows-PCs oder der am 22. November startenden Xbox One verfügbar. Letztere soll einige Titel wie beispielsweise "Call of Duty Ghosts" allerdings in einer etwas niedrigeren Auflösung rendern als die PS4.

Zwar haben beide neuen Konsolen-Systeme die gleiche x86-Architektur, Sony setzt jedoch auf schnellen GDDR5-Speicher, auf den die CPU und GPU gleichermaßen zugreifen können. Die Xbox One arbeitet hingegen mit kleineren Caches, die es offenbar den Entwicklern etwas schwieriger machen, eine ebenso hohe Framerate bei gleicher Auflösung zu erreichen.

Darüber hinaus verhandelt Sony (wie auch Microsoft) mit anderen Herstellern um (zeitbegrenzte) Exklusivrechte. So kündigte Bungie auf dem Launch-Event der PS4 an, die kommende Beta-Phase ihres Online-Shooters Destiny zuerst auf der PS3 und PS4 starten zu wollen. Sony selbst stellte eine neue Folge der Uncharted-Reihe für die PS4 vor, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

Alte Spiele der PS1, PS2 oder PS3 laufen nicht auf der PS4, wohl aber hat Sony damit begonnen, einige erfolgreiche Download-Titel wie fl0w, Flower und Escape Plan für die PS4 zu portieren. Wer bereits eine PS3-Version erworben hat, kann sie sich mit dem gleichen Account für die PS4 kostenlos herunterladen.

Besitzer einiger neuer Spiele-Discs für die PS3 können die entsprechenden PS4-Versionen zum Aufpreis von 10 US-Dollar erwerben. Im kommenden Jahr soll der von Sony gekaufte Streaming-Dienst Gaikai mit einem On-Demand-Streaming älterer PS1/2/3-Spiele starten. Dieser wird jedoch ebenso bezahlpflichtig sein wie neuerdings auch Online-Multiplayer-Partien, für die ein Playstation-Plus-Abo notwendig ist.

Käufer einer PS4 müssen zunächst ein etwa 300 MByte großes Firmware-Update auf Version 1.5 herunterladen und installieren. Das geht entweder direkt über den Internetanschluss der PS4 oder über einen PC, der das Update auf einen USB-Stick kopiert.

Die Multimedia-Funktionen der PS4 sind nach dem Update zunächst noch eingeschränkt. So spielt sie zwar DVDs und Blu-ray-Filme ab, jedoch keine 3D-Blu-rays oder Audio-CDs. Ebenso kann sie keine DLNA-Streams empfangen oder MP3s abspielen. Sony kündigte jedoch an, die Funktionen in künftigen Firmware-Updates nachreichen zu wollen.

Alle Spiele von Blu-ray Disc müssen auf der integrierten 500-GByte-Festplatte installiert werden, was aufgrund eines geschickten Speichermanagements jedoch deutlich schneller gehen soll als noch auf der PS3. Wird die Platte zu voll, kann man sie gegen eine handelsübliche 2,5-Zoll-Platte tauschen. Externe USB-Speicher lassen sich zur Spiele-Installation nicht nutzen.

Siehe dazu auch:

(hag)