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SpaceX: Rakete gestartet und fast erfolgreich zurückgeholt

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Das US-Unternehmen SpaceX hat erfolgreich drei Satelliten und eine Wissenschaftsplattform ins All und den Hauptteil der Rakete unversehrt zurück in die Atmosphäre gebracht, berichtet ArsTechnica. Nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre sei der Booster aber ins Trudeln geraten und auf der Wasseroberfläche zerschellt. Trotzdem zeigte sich SpaceX-Gründer Elon Musk zufrieden. Man habe nun alle Informationen, um Anfang des kommenden Jahres einen Start zu wagen, bei dem der Booster heil zur Erde zurückkehren soll und wiederverwendet werden kann.

Der Start von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien

(Bild: SpaceX)

Von der Verwendung wiederverwendbarer Raketen erhofft sich Musk deutliche finanzielle Ersparnisse bei künftigen Starts. Zwar müssten für eine Rückholung der Rakete über eine Wasserung auf 15 und an Land sogar auf 30 Prozent der möglichen Nutzlast verzichtet werden. Weil aber der Booster drei Viertel der absoluten Kosten der Rakete ausmacht, gebe es am Ende substanzielle Einsparungen. SpaceX arbeitet derzeit in verschiedenen Bereichen an seinem wiederverwendbaren System aus Raketen und Raumkapseln. Ende August war etwa die Rakete Grasshopper um knapp 100 Meter seitwärts geflogen und wieder gelandet.

Die am Wochenende eingesetzte Rakete des Typs Falcon 9 v.1.1 ist größer als ihr direkter Vorgänger und kann mehr Nutzlast aufnehmen. Die neun verwendeten Triebwerke des Typs Merlin 1D lieferten mehr Schub und seien einfacher herzustellen. Neben dem Problem bei der Rückkehr des Boosters habe es aber auch Probleme mit der zweiten Stufe der Rakete gegeben. SpaceX sei jedoch optimistisch, den Grund dafür zu kennen und rechtzeitig vor dem nächsten Flug beheben zu können. (mho)

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