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SpaceX: Streng geheimer US-Militärsatellit Zuma angeblich verloren gegangen

Am Wochenende hat SpaceX den ersten Raketenstart des Jahres gefeiert. Doch nun mehren sich die Berichte, dass der geheime US-Militärsatellit Zuma nicht in seinem Orbit ist. Was genau passiert ist, bleibt unklar, denn die Berichte widersprechen sich.

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SpaceX: Streng geheimer US-Militärsatellit Zuma angeblich verloren gegangen

Langzeitbelichtung des Starts

(Bild: SpaceX)

Nach dem Start auf einer Rakete von SpaceX ist ein streng geheimer US-Militärsatellit offenbar nicht im Orbit angekommen. Das jedenfalls berichten das Wall Street Journal und Bloomberg unter Berufung auf Regierungskreise. Angesichts der strengen Geheimhaltung der Mission sind noch jede Menge Fragen ungeklärt.

Der Satellit mit dem Codenamen Zuma war am Sonntag auf einer Falcon 9 von Cape Canaveral aus ins All geschossen worden. US-Abgeordnete seien dann am Montag unterrichtet worden, dass der Satellit verloren gegangen sei.

Wie bei SpaceX üblich war der Start der Rakete live ins Internet gestreamt worden, wegen der geheimen Fracht wurde die Übertragung dann aber unterbrochen. Die erste Stufe der Rakete landete später – wie bei SpaceX mittlerweile üblich –, damit sie wiederverwendet werden kann. Einem Sprecher des Raumfahrtunternehmens zufolge hätten die eigenen Daten bestätigt, dass die Rakete ihre Arbeit korrekt verrichtet hätte. Bloomberg hatte berichtet, dass eine Fehlfunktion der zweiten Stufe zum Verlust des Satelliten geführt habe. Dem Wall Street Journal zufolge hatte die Abkopplung des Satelliten nicht geklappt. Beide Berichte widersprechen der Einschätzung von SpaceX. Eine offizielle Mitteilung gibt es nicht.

Die Rakete während des Starts

(Bild: SpaceX)

Wie The Verge ergänzt, wurde nach dem Start ein neuer Eintrag in den Satellitenkatalog auf Space-Track.org vorgenommen. Das könnte bedeuten, dass Zuma mindestens einen Orbit absolviert hat. Das zuständige United States Strategic Command ließ aber später mitteilen, man habe zu diesem Zeitpunkt nichts zu dem Katalog beizutragen. Das könnte bedeuten, dass außer dem neuen Eintrag nichts hinzugefügt werden müsse, oder dieser fehlerhaft erfolgte, so das US-Portal. Auch das lässt also Raum für Spekulationen. Noch für einige Wochen könnten Amateurastronomen seinen geplanten Ort im Orbit wegen ungünstiger Konstellationen nicht überprüfen, erklärt der Astrophysiker Jonathan McDowell gegenüber The Verge. Spekulationen, der Verlust sei nur vorgetäuscht, widersprach er auf Twitter: Das sei nicht plausibel, etwa weil Satelliten von der Erde aus beobachtet würden.

Der geheime Satellit mit dem Codenamen Zuma sollte im Auftrag einer nicht genannten US-Behörde ins All geschossen werden. Schätzungen zufolge könnte er Milliarden US-Dollar gekostet haben, eine offizielle Angabe gibt es auch dazu nicht. Hergestellt wurde er von dem US-Rüstungsunternehmen Northrop Grumman, das zu dem mutmaßlichen Fehlstart lediglich mitteilte, dass geheime Missionen grundsätzlich nicht kommentiert würden. Sollte der Satellit tatsächlich wegen einer Fehlfunktion der Rakete von SpaceX verloren gegangen sein, wäre das ein schwerer Rückschlag für das Unternehmen, das nun eigentlich die mächtige Falcon Heavy erstmals starten will. (mho)

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