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"Spam-König" von MySpace ausgeschlossen

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Keine zehn Jahre ist es her, dass der berüchtigte "Spam-König" Sanford Wallace versprach, sich umbesonnen zu haben: Nie wieder wolle er Internet-Anwendern unerwünschte Werbe-Mails senden. Jetzt hat ihn eine Bezirksrichterin in Los Angeles von MySpace ausgeschlossen – wegen Spamming.

Die MySpace-Betreiber hatten dort im März eine Klage eingereicht. Wallace hatte sich per Password-Phishing unberechtigten Zugang zu MySpace-Konten verschafft und unter deren Namen Spam-Nachrichten an andere Mitglieder verschickt. Zudem habe er etwa 11 000 Profile und Gruppen angelegt, um darüber Werbebotschaften zu verschicken. Insgesamt soll der umtriebige Spam-König mindestens 320.000 Konten unter seine Kontrolle gebracht haben, um damit darüber 400.000 private Nachrichten und fast 900.000 öffentliche Kommentare abzusetzen, die auf seine eigenen Online-Casinos verwiesen.

Derartige Aktivitäten verbietet in den USA das Ende 2003 verabschiedete Antispam-Gesetz, der CAN-SPAM Act (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act). Bezirksrichterin Audrey B. Collins verbot Wallace und seinem Unternehmen sowohl, MySpace-Mitgliederprofile anzulegen oder zu benutzen, als auch über die Site private Nachrichten zu senden oder dort öffentliche Kommentare abzugeben. Wallace dürfe auch in E-Mails nicht behaupten, MySpace in irgendeiner Form zu vertreten.

Die einstweilige Verfügung schließt den Prozess noch nicht ab. Die Richterin äußerte jedoch die Meinung, die Chancen für MySpace stünden gut, seine Klage durchzusetzen. (ghi)