Spam-Opfer wird zum Täter

Nach wilden Drohungen gegen einen Spam-Versender sieht sich ein Programmierer in den USA nun selbst mit einer hohen Strafe bedroht.

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Von
  • Axel Kossel

Spam kann ganz schön nerven. Im Falle des 44-jährige Charles Booker so sehr, dass der Programmierer die Nerven verlor: Er drohte dem Mitarbeiter einer kanadischen Firma, die ihm partout bei der Verlängerung seines Penises behilflich sein wollte, unter anderem mit der Kürzung von dessen Glied. Dabei legte er seinen imaginären Plan offenbar mit viel Liebe zum Detail dar.

Außerdem wird Booker vorgeworfen, der Firma mit einer Sendung Anthrax-Sporen gedroht zu haben. Damit überschritt er in den USA eine Grenze, hinter der der Staatsanwalt wartet. Booker bedauert seine Entgleisungen; die Lage sei eskaliert, nachdem die Firma seine freundlichen Bitten ignoriert hätte. Nun droht dem Programmierer eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Er wurde gestern verhaftet, ist aber inzwischen nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß. (ad)