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Spam legt Anti-Spam-Plattform lahm

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In den letzten Wochen konnten Nutzer der Spam-Melde-Plattform SpamCop keine Verbindung zu den Servern des Dienstes herstellen. Die zeigten ein Verhalten, als stünden sie unter Beschuss durch eine DDOS-Attacke. Auf der Plattform können registrierte Nutzer Spam-Mails einsenden und SpamCop erstellt daraus eine Blacklist.

Den Grund für die Unerreichbarkeit entdeckten Mitarbeiter des Herstellers Cisco, der bei der Entwicklung seiner Anti-Spam-Produkte maßgeblich von den Daten profitiert, die SpamCop sammelt. Demnach war die Zahl der versendeten Spam-Mails in den letzten Wochen so hoch, dass die Server den Anfragen der eigenen Nutzer nicht mehr gewachsen waren und eine vergleichbare Reaktion zu einer DDOS-Attacke zeigten.

Leser berichteten uns sogar, dass ihre Accounts gesperrt wurden. Ein Blick ins Forum von SpamCop bestätigt solche Berichte. Ein Automatismus, der den Anbieter vor Angriffen von Spam-Versendern schützen soll, sperrt Nutzerkonten selbstständig, wenn darüber mehr als 50.000 Spam-Mails am Tag gemeldet werden. Von dieser Schutzmaßnahme waren, wie man im Forum verfolgen kann, noch weitere Nutzer betroffen.

Cisco als Eigentümer des SpamCop-Betreibers IronPort will nun allen registrierten Benutzern der Plattform als kleine Entschädigung einen Gutschein in Höhe von 15 US-Dollar anbieten. (bae)