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Spam per Windows-Nachrichtendienst

Spammer haben ein neues Medium für ihre unerwünschten Werbesendungen ausgemacht. Verstärkt gehen sie dazu über, den Windows-Nachrichtendienst für ihre Zwecke einzuspannen. Mit dem Dienst können sie Windows-Benutzern Nachrichten zukommen lassen, die direkt, ohne zwischengeschaltete Firewall, ans Internet angeschlossen sind.

Die Spammer benötigen nicht einmal, wie bei klassischer Spam, E-Mail-Adressen der Opfer; die IP-Adresse reicht. Mit speziellen Tools können Spammer Nachrichten an komplette IP-Adressbereiche zustellen, zum Beispiel an alle Kunden eines Providers. Nachdem die neue Spam-Methode in den USA bereits im großen Stil eingesetzt wird, erreichen heise online die ersten E-Mails Betroffener aus Deutschland.

Der Windows-Nachrichtendienst dient eigentlich dazu, im lokalen Netz Sofortnachrichten zu verbreiten. XP installiert den Dienst per Default und ruft ihn bei jedem Systemstart im Hintergrund auf. Auch Windows 2000 enthält den Dienst und startet ihn beim Hochfahren. In anderen Windows-Versionen lässt sich der Dienst ebenfalls installieren; dort ist er aber nicht per Default aktiv. In englischen Windows-Versionen nennt sich der Dienst Messenger, er hat aber nichts mit dem hauseigenen Instant Messenger zu tun. Wie sich der Dienst deaktivieren lässt, verrät diese Anleitung. (jo)

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