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Spanier ehren Google

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Der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google erhält den diesjährigen Premio Príncipe de Asturias (Prinz-von-Asturien-Preis) in der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften. Das Unternehmen biete die "beste Internetsuchmaschine" und habe eine "gigantische kulturelle Revolution" eingeleitet, begründete die Jury heute im asturischen Oviedo ihre Entscheidung. Über Google könnten Hunderte Millionen von Menschen ohne ideologische, wirtschaftliche oder sprachliche Schranken Unmengen von Informationen beziehen.

Die Prinz-von-Asturien-Preise werden seit 1981 jährlich in den acht Sparten Kunst, Geisteswissenschaften und Literatur, Sozialwissenschaften, Kommunikation und Humanwissenschaften, Eintracht, Internationale Zusammenarbeit, Wissenschaftliche und technische Forschung sowie Sport vergeben. Sie sind mit 50.000 Euro pro Sparte dotiert und gelten als die "spanische Version der Nobelpreise". Die Auszeichnungen werden im Herbst vom Prinzen von Asturien, dem spanischen Thronfolger Felipe, in Oviedo überreicht.

Im vergangenen Jahr wurden in der Kategorie Kommunikation und Humanwissenschaften die beiden Fachzeitschriften Science und Nature ausgezeichnet. Im Jahr 2002 bekamen Tim Berners-Lee, Larry Roberts, Vinton Cerf und Robert Kahn in ihrer Rolle als "Väter des Internet" den Preis in der Sparte Wissenschaft. In der Kategorie Internationale Zusammenarbeit wurde der Preis 2006 der Bill and Melinda Gates Foundation des Microsoft-Mitgründers und seiner Frau zuerkannt. Günter Grass, Hans Magnus Enzensberger und Steffi Graf sind unter den bisherigen deutschen Preisträgern. (anw)