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Spanische Telefongesellschaft soll Surfer geprellt haben

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Letzten Freitag war die spanische Telefongesellschaft Telefónica noch als vielversprechender Anlagetip gehandelt worden. Nun sieht sie sich in den Negativ-Schlagzeilen: Es heißt, Telefónica habe Internet-Benutzern auch dann Telefongebühren berechnet, wenn die Verbindung gar nicht zustande gekommen sei. Ein Rechtsanwalt aus Oviedo wirft dem Telefonriesen daher Betrug vor und hat dementsprechend Strafanzeige erstattet. Allein für die Einwahlversuche während einer Stunde soll Telefónica dem Anwalt 102 Verbindungen in Rechnung gestellt haben.

Rechnet man dies hoch auf schätzungsweise 400.000 "Internautas" in Spanien, so könnte die Telefongesellschaft die stattliche Summe von 465 Millionen Pesetas pro Stunde "verdient" haben -- das sind rund 5,5 Millionen Mark. Im September bereits hatte die spanische Internet-Gemeinde zu einem Boykott von Telefónica aufgerufen, unter anderem wegen der horrenden Kosten für Ortsgespräche. Alexander Ochs (dz)