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Sparc-Prozessor für 100-Petaflop-Rechner

Fujitsu rüstet sich mit dem Sparc64 XIfx für die nächste Runde im Supercomputer-Wettrüsten und will die 100-Petaflop-Marke knacken.

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Die Hotchips-Konferenz hat dieses Jahr mit den Großen Eisen, sprich den Server-Prozessoren begonnen. Fujitsu nutzte die Gelegenheit den Sparc64 XIfx vorzustellen.

Der Chip hat 32 Kerne zum Rechnen und zwei weitere als Assistenten. Gedacht ist er mit bis zu 1,1 TFlops für Supercomputer. Im Vergleich zum Vorgänger Sparc64 IXfx soll er bei Gleitkommaoperationen doppelter Genauigkeit um Faktor 3,2 und bei einfacher Genauigkeit sogar um Faktor 6,1 zugelegt haben.

Für den Zuwachs zeichnen zum einen die von 1,85 auf 2,2 GHz gestiegene Taktfrequenz und zum anderen diverse Architekturverbesserungen verantwortlich. So soll der L1-Cache schneller geworden sein und nun 4,4 TByte/s schaffen. Vor allem aber sind die SIMD-Einheiten nun 256 Bit breit. Auf Hardware-Multithreading verzichtet Fujitsu.

Jeweils 16 Kerne teilen sich 12 MByte L2-Cache.

Intern besteht ein Sparc64 XIfx aus zwei Core Memory Groups (CMG) und jede davon aus 16 Compute Cores, 12 MByte L2-Cache sowie einem Assistant Core. An jeder CMG hängen zudem vier Hybrid Memory Cubes von denen jeder in jede Richtung 30 GByte/s schaufelt. Unterm Strich ergibt das eine Speichertransferrate von 240 GByte/s jeweils ein- und ausgehend. Die Außenanbindung übernehmen zwei Tofu2-Ports mit zusammen 12,5 GByte/s pro Richtung.

Der Sparc64 XIfx entsteht mit 20-nm-Strukturen und hat 3,75 Milliarden Transistoren. Nimmt man die Konfigurationen des Vorgängers als Anhaltspunkt, könnte er in Systemen mit 4 bis 1024 Racks zu je 96 Nodes auftauchen. Das ergäbe eine theoretische Rechenleistung von mehr als 100 Petaflops. (bbe)

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