Speicherpreise werden weiter steigen

Micron hat die Preise für seine 64-Megabit-Chips erhöht – was nicht ohne Folgen für die Endverkaufspreise bleiben wird.

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Von
  • Laurenz Weiner

Micron, einer der größten Hersteller von Speicher-Chips, hat den Preis für 64-Megabit-Chips auf über 8 US-Dollar angehoben. Bisher wurden solche Chips weit unter dieser Marke angeboten, nach koreanischen Quellen im April noch für durchschnittlich 6,57 US-Dollar. Damit steigen die Einkaufspreise der langfristigen Vertragspartner von Micron deutlich an, was die bisher vor allem nachfragebedingte Preisentwicklung der letzten Zeit auf den Speicher-Spot-Märkten weiter anheizen dürfte.

Micron will sich offensichtlich seinen Anteil am boomenden Speichergeschäft sichern, zumal Kipp Bedard, Microns Vice President of Corporate Affairs, bei seinen Kunden die Tendenz ausmacht, Speicherchips in höheren Stückzahlen zu lagern, um möglichen Nachschubproblemen zum Jahresende vorzubeugen. Andere Chipproduzenten dürften ähnliche Pläne hegen, weil die Produktionskapazitäten allerorts voll ausgelastet sind. Das Rohmaterial für ein 64-Megabyte-Modul kostet die PC-Speicherhersteller somit bereits rund 130 Mark. Es ist zu befürchten, dass der Endverkaufspreis für ein solches Modul in absehbarer Zeit auf über 200 Mark klettert. (law)