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Speicherpreise wieder auf Januar-Niveau

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Auf dem taiwanischen Spot-Markt für Speicherchips hat sich die Lage wieder beruhigt: Anfang Februar waren infolge der Qimonda-Insolvenz die Preise für die zurzeit am häufigsten verwendeten DDR2-SDRAM-Speicherchips sprunghaft um rund ein Viertel angestiegen, doch mittlerweile sind sie wieder auf das Niveau von Ende Januar abgesackt: Nach Angaben der Chip-Börse DRAMeXchange.com zahlten OEM-Kunden für einen 1-Gigabit-Chip, der mit maximal 333 MHz läuft (DDR2-667), im Mittel lediglich 75 US-Cent. Kunden mit längerfristigen Lieferverträgen müssen mit 88 US-Cent zwar noch etwas mehr zahlen als Anfang Feburar, doch dass der Spotmarkt-Preis unter dem Vertragskunden-Preis liegt, deutet auf ein Überangebot im Markt hin.

Auf die deutschen Einzelhandelspreise kompletter Speichermodule, die ja mehrere solcher Chips tragen, hat der Preisverfall noch nicht durchgeschlagen: Sie kosten noch immer etwas mehr als im Januar. Zwischenzeitlich waren die Preise vieler ungepufferter 1-GByte-Module aus DDR2-667-Chips (PC2-5300U) über die 10-Euro-Marke geklettert, nun gibt es wieder viele für unter 9 Euro. Der extreme Tiefstand zum Jahreswechsel 2008/2009, als 1-GByte-DIMMs der Qimonda-Billigmarke Aeneon teilweise für weniger als 7 Euro zu haben waren, wurde aber bisher nicht wieder erreicht.

Einen deutlichen Aufwärtstrend stellt DRAMeXchange.com bei NAND-Flash-Speicher fest. Durch die deutlichen Kürzungen der Fertigungskapazitäten sei der Vertragspreis für einen besonders häufig gehandelten Chip-Typ, nämlich Multi-Level-Cell-(MLC-)Flashes mit 16 GBit (2 GByte) Kapazität, im vergangenen Vierteljahr um 91 Prozent gestiegen. Mit 3,50 US-Dollar kostet ein solches Bauelement am Spotmarkt zurzeit auch mehr als für Kunden, die sich an Lieferverträge binden (3,15 US-Dollar). Ein robusterer Single-Level-Cell-(SLC-)Chip derselben Kapazität kostet mit 11,30 US-Dollar zurzeit übrigens das 3,6-Fache. (ciw)