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Spenden 2.0: Wie man im Netz Erdbebenopfern in Japan helfen kann

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Zahlreiche Hilfsorganisationen haben auch im Internet und über ihre Accounts in den sozialen Netzwerken zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Japan aufgerufen; viele bieten auch die Möglichkeit an, dies online zu tun.

Der Spieleanbieter Zynga bietet seinen bei Facebook spielenden Kunden die Möglichkeit zu spenden. Er hat dafür eigens neue "virtuelle Güter" wie Kobe-Rinder oder Daikon-Rettich geschaffen, die die 250 Millionen Spieler kaufen können. Der Erlös geht an den Japan Earthquake Tsunami Children Emergency Fund von Save The Children. Facebook verzichtet ebenfalls auf seinen Umsatzanteil. Zynga bietet seit Oktober 2009 den Erwerb virtueller sozialer Güter an und hat damit nach eigenen Angaben mehr als 6,8 Millionen US-Dollar für internationale Nonprofit-Organisationen gesammelt.

Auf der Web-Seite von Help.de wurde gemeldet, dass sich der an anderen Help-Aktionen beteiligte House DJ Lukas Greenberg (Greenster), heute bei einem Flashmob in Berlin zur Solidarität mit den Erdbebenopfern in Japan aufrufen und Spenden sammeln will. Das Geld laut Help an Partnerorganisationen in Japan gehen, da noch kein eigenes Team vor Ort sei.

Mit wenigen Mausklicks, können die Nutzer von iTunes in den USA Geld spenden: Apple hat dort eine Möglichkeit eingerichtet, Spenden an das Rote Kreuz vom iTunes-Konto zu bezahlen. Das Geld wird ohne Abzüge an die Hilfsorganisation übergeben und soll den Erdbeben- und Tsunamiopfern in Japan zu Gute kommen. Apple hat nach Angaben von Steve Jobs die größte Basis von Online-Kunden, deren Kreditkartendaten hinterlegt sind. Eine Spendenbescheinigung vom Roten Kreuz gibt es allerdings nicht, man muss mit der iTunes-Quittung und dem Kreditkartenbeleg auskommen. Eine ähnliche Hilfsaktion von Apple hatte es bereits für die Erdbebenopfer in Haiti gegeben. Im deutschen iTunes-Store gibt es die Spendenseite bisher nicht. Das Deutsche Rote Kreuz empfängt jedoch Spenden auch online.

Der Gutschein- und Rabatt-Vermittler Groupon verdoppelt jede Spende von 2 Euro um den den gleichen Betrag. Das Geld soll zu 100 Prozent an das Rote Kreuz in Japan gehen. Der Softwarekonzern Microsoft entschuldigte sich derweil für eine Twitter-Kurzmitteilung seines Dienstes Bing, in dem zu Retweets aufgerufen wurde. Für jeden Retweet wollte Bing 1 US-Dollar für die Erdbebenopfer spenden, bis zu einer Summe von 100.000 US-Dollar. Viele Twitter-Nutzer hatten das als geschmacklos angesehen. Bing teilt mit, die 100.000 Dollar bereits überwiesen zu haben.

In Haiti hatte sich gezeigt, dass nicht alle Spendenangebot im Internet und in sozialen Netzwerken uneigennützig sind, manche waren gar betrügerisch. Kriminelle hatten seinerzeit versucht, die verzweifelte Lage der Menschen in dem Katastrophengebiet für dreiste Online-Abzocken zu missbrauchen. Das Internet Storm Center hatte bereits kurz nach dem Beben in Japan vor betrügerischen E-Mails und schädlicher Software gewarnt . (jes)

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